Deutschland und Frankreich treiben Projekt des künftigen europäischen Luftkampfsystems voran
Berlin, den 24. April /QNA/ Bundeskanzler Friedrich Merz hat das Verteidigungsministerium damit beauftragt, die Zusammenarbeit mit Frankreich beim Aufbau eines zukünftigen europäischen Verteidigungssystems weiterzuführen.
Wie die Bundesregierung mitteilte, verständigten sich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron bei ihrem Treffen darauf, die Kooperation auf mehreren Ebenen bis zur vollständigen Umsetzung des Projekts fortzuführen. Eine konkrete Roadmap für die nächsten Schritte soll in den kommenden Wochen ausgearbeitet werden..
Laut deutschem öffentlich-rechtlichem Rundfunk stellte der französische Präsident klar, dass die Arbeiten an dem Projekt weiterlaufen und wies Berichte über gescheiterte Gespräche mit Berlin zurück. Die Gespräche mit Bundeskanzler Merz seien gut verlaufen, und die Verteidigungsministerien beider Länder sollten nun an mehreren Kooperationsfeldern sowie am künftigen Kampfflugzeugsystem weiterarbeiten.
Die jüngsten Entwicklungen folgen auf Meinungsverschiedenheiten zwischen den Partnern, insbesondere hinsichtlich der Führungsstruktur des größten europäischen Verteidigungsprojekts.
Beim sogenannten Future Combat Air System (FCAS) handelt es sich um ein gemeinsames Rüstungsprojekt Deutschlands, Frankreichs und Spaniens. Es zielt darauf ab, bis etwa 2040 ein integriertes Luftkampfsystem zur Einsatzreife zu bringen, das bestehende Plattformen wie den Eurofighter Typhoon sowie die Dassault Rafale sukzessive ablösen soll.
Kern des Projekts ist die Entwicklung eines vernetzten Systems aus einem Kampfflugzeug der nächsten Generation, begleitenden unbemannten Fluggeräten sowie einer digitalen Gefechts-Cloud, die eine Echtzeitvernetzung aller Komponenten ermöglicht und den Datenaustausch im Einsatzraum optimiert.
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