Katar fordert mehr Transparenz beim asiatischen Fußballverband
Doha, den 14. August / QNA / Der Katarische Fußballverband (QFA) hat den Asiatischen Fußballverband (AFC) in einem offiziellen Schreiben dazu aufgefordert, die Grundsätze von Transparenz, guter Verbandsführung und institutioneller Abstimmung konsequent einzuhalten. Ziel sei es, die Glaubwürdigkeit der AFC zu wahren und das Vertrauen ihrer Mitgliedsverbände nachhaltig zu stärken.
Anlass des Schreibens ist die am 10. August veröffentlichte gemeinsame Erklärung der UEFA, des nord- und mittelamerikanischen Kontinentalverbandes CONCACAF sowie der AFC. Nach Angaben des QFA wurde Katar weder offiziell noch informell in die Vorbereitung oder Abstimmung dieses Dokuments einbezogen.
QFA-Präsident, S.E. Scheich Hamad bin Khalifa bin Ahmed Al Thani, betonte, dass der Verband weder vorab über den Inhalt informiert worden sei noch Gelegenheit erhalten habe, Stellung zu beziehen oder an der Ausarbeitung mitzuwirken. Aus Sicht Katars müsse jede Position, die als gemeinsame Haltung der AFC-Mitglieder dargestellt werde, auf einem transparenten Konsultationsprozess beruhen. Ein kollektiver Konsens dürfe nicht vorausgesetzt werden, ohne die betroffenen Mitgliedsverbände zuvor zu konsultieren.
Der Katarische Fußballverband unterstrich darüber hinaus die Bedeutung einer regelkonformen und nachvollziehbaren Entscheidungsfindung. Die Veröffentlichung von Erklärungen im Namen sämtlicher AFC-Mitglieder ohne vorherige Abstimmung werfe berechtigte Fragen hinsichtlich der angewandten Verfahren und Governance-Standards auf.
In seinem Schreiben fordert der QFA daher eine schriftliche Erläuterung seitens der AFC. Diese solle darlegen, ob und in welcher Form vor der Veröffentlichung eine Konsultation stattgefunden habe, wie die nationalen Verbände informiert beziehungsweise eingebunden wurden und auf welcher Grundlage die AFC beanspruchte, im Namen ihrer Mitglieder zu sprechen.
Gleichzeitig betonte der QFA-Chef, dass Katar an einer konstruktiven und partnerschaftlichen Lösung interessiert sei. Das Anliegen richte sich nicht gegen die Einheit des asiatischen Fußballs, sondern verfolge das Ziel, Vertrauen, Zusammenarbeit und institutionelle Glaubwürdigkeit innerhalb der AFC weiter zu stärken.
Bemerkenswert ist zudem, dass die Präsidenten von sechs arabischen Fußballverbänden, darunter Katar, Ägypten und Marokko, zuletzt ihre Unterstützung für FIFA-Präsident Gianni Infantino bekräftigten. Sie würdigten dessen Rolle bei der internationalen Entwicklung des Fußballs und signalisierten ihre Unterstützung für die von ihm angestoßenen Reform- und Entwicklungsprozesse.
Der Katarische Fußballverband positioniert sich damit klar für Transparenz, Mitsprache der Mitgliedsverbände und eine moderne Verbandsführung, die auf Dialog, Konsens und institutioneller Verantwortung basiert.
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