Die Vereinten Nationen: Alle 30 Minuten verzeichnet die DR Kongo einen Ebola-Todesfall
Genf, den 15. August /QNA/ Tom Fletcher, UN-Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten und Nothilfekoordinator, gab bekannt, dass das Ebola-Virus in der Demokratischen Republik Kongo derzeit alle 30 Minuten ein Menschenleben fordert. Fletcher appellierte an die internationale Gemeinschaft, sich noch stärker im Kampf gegen den Ausbruch zu engagieren.
Er bezeichnete die aktuelle Epidemie als den "schnellsten Ausbruch aller Zeiten" sowie als eine Situation, die von höchster Dringlichkeit ist. Aus diesem Grund betonte er die Wichtigkeit, die Hilfsmaßnahmen auszuweiten und Solidarität zu zeigen, bevor sich das Virus weiter unter der Bevölkerung verbreitete.
Fletcher warnte: "Ebola breitet sich in der Demokratischen Republik Kongo aus, und wir müssen sicherstellen, dass die internationale Reaktion angemessen bleibt." Er betonte, dass neben medizinischer Versorgung auch der Zugang zu Wasser, Hygiene und grundlegenden Dienstleistungen von entscheidender Bedeutung sei.
Die UN hat bereits 20 zusätzliche Mitarbeiter an die "Frontlinien" des Kampfes gegen das Virus entsandt. Fletcher forderte jedoch eine Verdreifachung der Behandlungskapazitäten, die Einrichtung zusätzlicher Teams für sichere und würdige Bestattungen sowie eine Ausweitung der Kontaktverfolgung.
Seit dem 15. Mai hat der Ausbruch mindestens 2.128 Todesopfer unter mehr als 4.500 Infizierten gefordert. Die UN hatte zuvor vor einem Ausbruch gewarnt, der zu den tödlichsten in der Geschichte der Krankheit werden könnte.
Der UN-Nothilfefonds stellte zusätzlich 30,5 Mio. US-Dollar bereit, um die bisherigen 24 Mio. US-Dollar zu ergänzen, die für die DR Kongo und vier weitere Länder zur Bekämpfung des Virus vorgesehen sind. Fälle wurden bereits in sechs kongolesischen Provinzen, in Uganda sowie nahe der Grenze zu Südsudan gemeldet.
Seit den 1970er Jahren hat das Ebola-Virus in Afrika über 15.000 Menschenleben gefordert. Der bislang tödlichste Ausbruch zwischen 2018 und 2020 führte bei insgesamt 3.500 Infektionen zu rund 2.300 Todesfällen.
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