UNO besorgt über Beeinträchtigung der Schifffahrt in der Straße von Hormus
Genf, den 10. März /QNA/ Die United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD) warnt vor den wirtschaftlichen Folgen der Störungen im Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus. Besonders Branchen wie Energie und Düngemittel könnten betroffen sein – mit möglichen schweren Konsequenzen für Entwicklungsländer.
In ihrem jüngsten Bericht äußerte die Organisation Sorge über mögliche Konsequenzen für Energiemärkte, maritime Transportketten und globale Lieferstrukturen. Neben steigenden Ölpreisen hätten sich auch die Frachtraten für Tanker sowie die Versicherungsprämien für Kriegsrisiken deutlich erhöht. Gleichzeitig trieben höhere Kosten für Schiffskraftstoffe die Transportpreise weiter nach oben.
Gerade Entwicklungsländer könnten diese Schocks nur schwer abfedern, so UNCTAD. Viele von ihnen kämpfen bereits mit hohen Schulden und steigenden Zinsen.
Hinzu kommt ein weiteres Risiko: Rund ein Drittel der weltweit verschifften Düngemittel – etwa 16 Millionen Tonnen – passieren die Straße von Hormus. Sollte der Verkehr dort länger beeinträchtigt bleiben, könnten besonders arme Länder Probleme bei der Versorgung mit Düngemitteln bekommen.
Auch das World Food Programme schlägt Alarm. Die Organisation spricht von einem möglichen Wendepunkt für globale Lieferketten und zieht Parallelen zu den ersten Monaten der COVID-19-Pandemie oder zum Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine 2022.
Auslöser der aktuellen Lage sind Angriffe der Vereinigten Staaten und Israel auf Ziele im Iran Ende Februar. Seitdem ist der Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Meerenge stark beeinträchtigt. Durch die Straße von Hormus fließt rund ein Viertel des weltweiten Ölhandels sowie etwa ein Fünftel des globalen LNG-Transports.
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