Katar verurteilt iranischen Beschuss seines Territoriums mit ballistischen Raketen
Genf, den 10. März /QNA/ Katar hat den Beschuss seines Territoriums mit iranischen ballistischen Raketen scharf verurteilt und als eklatante Verletzung seiner staatlichen Souveränität sowie als Bedrohung seiner Sicherheit und territorialen Integrität bezeichnet.
Dies erklärte Juhara bint Abdulaziz Al Suwaidi, Geschäftsträgerin a. i. der Ständigen Vertretung von Katar beim Büro der Vereinten Nationen in Genf, während einer Sitzung der Konferenz für Abrüstung.
Sie betonte, dass der Angriff auf das Staatsgebiet Katars weder mit den Prinzipien guter Nachbarschaft vereinbar sei noch unter irgendeinem Vorwand gerechtfertigt werden könne. Katar habe sich stets bemüht, sich aus regionalen Konflikten herauszuhalten und den Dialog zwischen dem Iran und der internationalen Gemeinschaft zu erleichtern.
Die Angriffe, so Frau Al Suwaidi, hätten sich nicht ausschließlich gegen militärische Ziele gerichtet, sondern auch zivile Einrichtungen und Interessen betroffen und damit Bürger und Einwohner unmittelbaren Gefahren ausgesetzt. Dies stelle einen schweren Verstoß gegen das Völkerrecht dar. Sie fügte hinzu, Katar behalte sich daher das Recht vor, gemäß Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen angemessen zu reagieren, um seine Souveränität, Sicherheit und nationalen Interessen zu verteidigen.
Ferner brachte sie die tiefe Besorgnis Katars über die jüngsten Entwicklungen in der Region zum Ausdruck. Hierzu zählten insbesondere Luftschläge der Vereinigten Staaten und Israels gegen die Islamische Republik Iran sowie iranische Angriffe auf mehrere Staaten des Golfraums und andere Länder der Region. Eine Fortsetzung dieser Eskalation könne zu einer Ausweitung des Konflikts und zu einer erheblichen Destabilisierung der Region führen, mit weitreichenden humanitären, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Konsequenzen.
Zugleich brachte Juhara bint Abdulaziz Al Suwaidi die scharfe Verurteilung Katars hinsichtlich der Verletzung der Souveränität von Saudi-Arabien, Kuwait, Vereinigte Arabische Emirate, Bahrain, Oman, Jordanien sowie Irak zum Ausdruck und bekräftigte die uneingeschränkte Solidarität des Landes mit diesen Staaten.
Sie warnte außerdem davor, dass der Iran mit neuen Konfliktfronten und einer Ausweitung der Spannungen gegenüber Nachbarstaaten eine gefährliche Eskalation vorantreibe. Dauerhafte Sicherheit in der Region könne nicht durch militärische Maßnahmen erreicht werden, sondern nur durch Dialog und Diplomatie.
Die Vertreterin Katars betonte darüber hinaus die Notwendigkeit, Zivilisten, diplomatische Missionen, kritische Infrastruktur, Energieanlagen sowie maritime Handelsrouten im Einklang mit dem Völkerrecht zu schützen.
Abschließend erneuerte die Geschäftsträgerin a. i. der Ständigen Vertretung von Katar beim Büro der Vereinten Nationen in Genf den Appell von Katar zu einem sofortigen Ende militärischer Aktionen und politischer Schritte, die die Stabilität der Region gefährden.
Sie rief zu Deeskalation und zu einer Rückkehr zur Diplomatie auf. Wichtig sei, die Interessen der Menschen in der Region zu schützen, das Völkerrecht und die gute Nachbarschaft zu respektieren und eine weitere Eskalation der Krise zu verhindern.
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