„Das Buch überwindet Grenzen“: Katars Messe-Chef zieht Bilanz in Berlin
Berlin, den 18. Oktober /QNA/ Mehr arabische Bücher, mehr Austausch, mehr katarische Literatur für ein deutsches Publikum: So fällt die Bilanz von Jassim Ahmed Al Buainain aus, Leiter der Bibliotheksabteilung im Kulturministerium und Chef der Internationalen Doha-Buchmesse, nach der Divan Arabischen Buchmesse in Berlin. Die Messe habe katarische Werke und Verlage bekannt gemacht und die kulturelle Zusammenarbeit mit der Welt ausgebaut.
Katar wolle auf internationalen Kulturbühnen präsent sein – vor allem in Ländern, in denen kein Arabisch gesprochen wird, sagte Al Buainain der Katarischen Nachrichtenagentur (QNA) am Rande der vierten Ausgabe, die heute zu Ende ging. So erreiche das geistige Schaffen Katars ein vielfältiges Publikum.
Die Messe wachse Jahr für Jahr, lobte er – immer mehr Teilnehmer, eine immer größere Reichweite. Und das Publikum in Deutschland sei neugierig auf andere Kulturen, ob Deutsche oder Angehörige der arabischen Gemeinschaften im Land.
Katar zeigte in Berlin sein geistiges Schaffen und die Bücher katarischer Verlage, erklärte Al Buainain. Hinzu kamen mehrere Seminare zu Denken und Literatur im Rahmenprogramm.
„Internationale Kulturpartnerschaften sind enorm wichtig“, betonte er. Buchmessen stärkten die Verlagsbranche und öffneten neue Türen für die Zusammenarbeit zwischen Verlegern, Autoren und Kulturinstitutionen. Katars Auftritt zeige, dass das Land die arabische Kultur fördere und ihr weltweit mehr Gewicht geben wolle.
Ihm zufolge hat sich die arabische – und besonders die katarische – Kulturszene in den vergangenen Jahren stark entwickelt. Deshalb brauche es mehr Plattformen, die arabische Bücher zu Lesern in aller Welt bringen und das kreative Schaffen und kulturelle Erbe der arabischen Welt zeigen – als Spiegel einer reichen Zivilisation und vielfältiger menschlicher Erfahrungen.
Berlin sei mit seiner kulturellen Vielfalt der ideale Gastgeber, sagte Al Buainain. Hier zeige sich Kultur als universelle Sprache, die Verständigung, Dialog und gegenseitigen Respekt fördere. „Das Buch ist nicht nur ein Gefäß für Wissen, sondern eine menschliche Botschaft, die Ideen und Erfahrungen über Grenzen und Sprachen hinweg trägt.“
Zum Schluss dankte er den Organisatoren und Partnern der Messe, den Verlegern, Autoren, Übersetzern und allen aus der Buchbranche. Seine Hoffnung: dass Divan zu einem Ort für Erfahrungsaustausch, fruchtbare Partnerschaften und mehr Dialog zwischen der arabischen und anderen Kulturen wird.
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