Katar beim hochrangigen Treffen der Allianz der Zivilisationen
New York, den 26. September /QNA/ In einer Zeit, in der Hassrede, Rassismus und Islamfeindlichkeit weltweit zunehmen, reicht es nicht aus, lediglich zu mehr Verständigung aufzurufen. Dialog muss in Bildung, politische Zusammenarbeit und konkrete gesellschaftliche Maßnahmen übersetzt werden. Diese Position vertrat Katar bei einem hochrangigen Treffen der Gruppe der Freunde der UN-Allianz der Zivilisationen in New York.
Der Staat Katar wurde von I.E. Scheicha Hanouf bint Abdulrahman Al Thani, Leiterin der Abteilung für internationale Organisationen im Außenministerium, vertreten.
Scheicha Hanouf bekräftigte Katars Unterstützung für die Allianz und deren Bemühungen, gegenseitigen Respekt und Verständigung zwischen unterschiedlichen Gesellschaften, Kulturen und Religionen zu fördern.
Dem digitalen Raum komme dabei eine besondere Verantwortung zu, betonte Scheicha Hanouf. Soziale Netzwerke und neue Technologien könnten Vorurteile verstärken und gesellschaftliche Polarisierung vorantreiben. Richtig eingesetzt, könnten sie jedoch auch Menschen miteinander verbinden und den Dialog zwischen Kulturen und Religionen fördern.
Die Leiterin der Abteilung für internationale Organisationen im Außenministerium verwies in diesem Zusammenhang auf die UN-Resolution 76/254, mit der der 15. März zum Internationalen Tag zur Bekämpfung von Islamfeindlichkeit erklärt wurde. Katar unterstütze die Resolution weiterhin und fordere eine engere multilaterale Zusammenarbeit gegen Hass und Intoleranz.
Frieden und gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit setzten ihrer Darstellung zufolge mehr voraus als diplomatische Verständigung. Sie erforderten ebenso Investitionen in Bildung und junge Menschen sowie die Schaffung wirtschaftlicher und sozialer Chancen. Diese Überzeugung finde ihren Niederschlag im Nationalen Aktionsplan Katars für die Allianz der Zivilisationen 2023–2027. Dessen zentrale Handlungsfelder seien Bildung, Jugend, Medien, Frauen und Migration. Entscheidend sei, dass aus dem Dialog konkrete Maßnahmen erwüchsen.
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