Katar erreicht Spitzenwert im internationalen ICT-Entwicklungsindex 2026
Doha, 24. August /QNA/ Je näher ein Land einer flächendeckenden digitalen Versorgung kommt, desto schwieriger wird es, weitere große Fortschritte zu erzielen. Katar hat im Entwicklungsindex der Internationalen Fernmeldeunion (IDI) dennoch erneut einen Wert von 98,4 von 100 Punkten erreicht und gehört damit zu den weltweit führenden digitalen Volkswirtschaften.
Nach Angaben der katarischen Kommunikationsregulierungsbehörde handelt es sich um das sechsthöchste Ergebnis unter 159 untersuchten Volkswirtschaften. Die ITU selbst veröffentlicht allerdings keine klassische Rangliste mehr, sondern bewertet seit 2023 die Fortschritte der Länder auf dem Weg zu universeller und sinnvoller Konnektivität.
Universelle Konnektivität bedeutet, dass möglichst alle Menschen grundsätzlich Zugang zu digitalen Netzen und Diensten haben. In diesem Bereich erzielte Katar die volle Punktzahl. Bei der sinnvollen Konnektivität, die stärker auf Qualität, Nutzung und Bezahlbarkeit blickt, erreichte das Land 96,7 Punkte.
Deutlich wird der Entwicklungsstand auch am Umfang der Datennutzung. Pro Festnetz-Breitbandanschluss werden monatlich durchschnittlich fast 1.000 Gigabyte übertragen. Nach Darstellung der Regulierungsbehörde ist dies der zweithöchste Wert weltweit.
Hinter diesen Zahlen steht eine nahezu flächendeckende technische Infrastruktur. Rund 99 % der Bevölkerung könnten auf 5G-Netze zugreifen, während die Glasfaserabdeckung 100 % erreiche. Konnektivität wird damit nicht allein über die Verfügbarkeit eines Internetzugangs verstanden, sondern ebenso über leistungsfähige Netze, erschwingliche Angebote und eine intensive tatsächliche Nutzung.
Für Katar fügt sich die digitale Entwicklung in eine umfassendere wirtschaftspolitische Strategie ein. Fortschrittliche Netze sollen Innovationen ermöglichen, Unternehmen produktiver machen und den Übergang zu einer stärker wissensbasierten Wirtschaft unterstützen.
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