Jordanien richtet syrisch-israelisches Treffen zur Deeskalation aus
ِAmman, den 24. August /QNA/ Hochrangige Vertreter Syriens und Israels haben am gestrigen Sonntag in Jordanien über eine Verringerung der Spannungen beraten.
Das Treffen sei auf Ersuchen der syrischen Regierung ausgerichtet und von den Vereinigten Staaten vermittelt worden, berichtete die jordanische Nachrichtenagentur “Petra” unter Berufung auf offizielle Quellen.
Den Angaben von Petra zufolge seien die jüngsten israelischen Angriffe auf syrisches Staatsgebiet Anlass für die Stellungnahme gewesen. In der vergangenen Woche sei unter anderem der Militärflugplatz Abu al-Duhur in der Provinz Idlib angegriffen worden. Gleichzeitig hätten die Spannungen im Süden Syriens weiter zugenommen.
Laut Petra habe Jordanien die israelischen Angriffe als eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht und als gefährliche Eskalation verurteilt. Weiter hieß es, Amman habe seine vollständige Unterstützung für die syrische Regierung bei deren Bemühungen um den Schutz von Sicherheit, Stabilität, Souveränität und territorialer Unversehrtheit bekräftigt.
Israel müsse seine Angriffe auf Syrien unverzüglich einstellen, sich aus den besetzten syrischen Gebieten zurückziehen und das Truppentrennungsabkommen von 1974 beachten, erklärte die jordanische Quelle.
Die syrische Delegation wurde nach Angaben von “SANA” von Außenminister Asaad Al Shaibani geleitet. Ihr gehörten außerdem die Leiter des Allgemeinen Nachrichtendienstes und des Militärgeheimdienstes an. Israel war demnach mit einer hochrangigen Delegation vertreten.
Eine diplomatische Quelle habe darauf hingewiesen, dass bei den Gesprächen praktische Mechanismen zur Beendigung israelischer Angriffe, Festnahmen und gezielter Operationen erörtert worden seien. Zugleich sei über eine Wiederaufnahme der Verhandlungen mit dem Ziel eines Sicherheitsabkommens beraten worden, das die Grundlage für eine umfassendere künftige Vereinbarung bilden könnte.
Die syrische Seite habe ihre Position bekräftigt, wonach die besetzten Golanhöhen syrisches Staatsgebiet seien, so dieselbe Quelle und fügte hinzu, eine Erörterung ihres endgültigen Status und des Weges zu einer entsprechenden Regelung sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch verfrüht.
Als unmittelbare Priorität bezeichnete Damaskus den Rückzug der israelischen Streitkräfte auf die Positionen vor dem 8. Dezember 2024 sowie die vollständige Reaktivierung und Umsetzung des Truppentrennungsabkommens von 1974.
Besprochen worden seien außerdem Bemühungen, die Positionen der Türkei und Israels einander anzunähern und zu verhindern, dass ihre Spannungen auf syrisches Staatsgebiet übergriffen.
Syrien habe betont, dass sämtliche sicherheitspolitischen Vereinbarungen seine Souveränität, territoriale Einheit und souveränen Rechte respektieren müssten.
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