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Bildungsministerium: Willkommen für neue Investitionen im privaten Bildungssektor

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Doha, den 27. September /QNA/ Mehr Spielraum für Investoren, bessere Rahmenbedingungen für private Bildungsanbieter: Das Ministerium für Bildung und Hochschulwesen hat ein Paket neuer Regelungen und Erleichterungen angekündigt. Damit sollen Investitionen gefördert und zugleich Qualität und nachhaltige Entwicklung im privaten Bildungssektor gestärkt werden.

Vorgestellt wurden die Maßnahmen auf dem ersten Forum für Lizenzinhaber privater Schulen und Kindergärten, das unter dem Motto „Auf dem Weg zu einem flexiblen Investitionsumfeld und nachhaltiger Qualitätsbildung“ stattfand. Führungskräfte des Ministeriums und Betreiber privater Bildungseinrichtungen nutzten die Veranstaltung zu einem unmittelbaren Austausch über die neuen Regelungen, die von Genehmigungsverfahren und Schulgebühren über Aufnahmekapazitäten und Personalgewinnung bis hin zu Bildungsgutscheinen reichen.

Darüber hinaus wurden Pläne zur Automatisierung der Aufsichtsverfahren sowie zur Überarbeitung einschlägiger Richtlinien und regulatorischer Leitfäden vorgestellt.

Nach Angaben des Ministeriums beruhen die neuen Erleichterungen auf Feldstudien und eingehenden Analysen der aktuellen Lage im Sektor. Sie erstrecken sich auf sieben zentrale Handlungsfelder und zielen darauf ab, Verwaltungsverfahren zu vereinfachen, Investitionshemmnisse abzubauen und hochwertige Investitionen anzuziehen, ohne dabei Abstriche bei den Qualitäts-, Sicherheits- oder akademischen Leistungsstandards zu machen.

Dr. Rania Yousry Mohamed, Leiterin der Abteilung für private Schulen und Kindergärten und mit der Wahrnehmung der Aufgaben der Leitung der Abteilung für die Lizenzierung privater Schulen betraut, hob hervor, dass das Ministerium einen flexiblen Ansatz verfolge, der Investoren gezielt unterstütze und zugleich zur Weiterentwicklung des privaten Bildungssektors beitrage. Das neue Maßnahmenpaket stelle einen wesentlichen Schritt dar, um die Partnerschaft mit der Privatwirtschaft zu vertiefen und der wachsenden Nachfrage nach Bildungsangeboten gerecht zu werden.

Im Bereich der Lizenzvergabe werde darauf hingearbeitet, die Gültigkeitsdauer der von den zuständigen Stellen ausgestellten Genehmigungen mit der dreijährigen Laufzeit der Bildungslizenz in Einklang zu bringen. Ausgenommen davon bleibe die jährlich erforderliche verkehrsrechtliche Genehmigung. Außerdem werde die Gültigkeitsdauer der Verkehrssicherheitslizenz für private Schulen und Kindergärten auf drei Jahre verlängert, wodurch sich der mit den bislang jährlichen Verlängerungsverfahren verbundene Verwaltungsaufwand erheblich reduzieren lasse.

Auch bei den Schulgebühren seien Anpassungen vorgenommen worden. Wie Mohamed erläuterte, sei die finanzielle Einstufung der Schulen unter Berücksichtigung der tatsächlichen Betriebsbedingungen überarbeitet und neu gegliedert worden. Die neue Einteilung umfasse Einrichtungen mit niedrigen Gebühren, zwei Stufen im mittleren Gebührensegment sowie Schulen mit hohen Gebühren.

Eine weitere Neuerung betrifft die Aufnahmekapazitäten. Schulen der ersten Stufe des mittleren Gebührensegments dürfen ihre Aufnahmekapazität im Rahmen eines Projekts zur gesellschaftlichen Verantwortung um zehn Prozent erhöhen. Gleichzeitig wurde für Klassenräume eine Fläche von 1,7 Quadratmetern je Schüler zugrunde gelegt, wodurch die Gesamtkapazität um 18 Prozent gesteigert werden könne, ohne dass bauliche Erweiterungen erforderlich seien.

Von der Maßnahme profitieren den Angaben zufolge 46 Schulen, die zehn unterschiedliche Lehrpläne anbieten. Insgesamt entstehen dadurch 6.883 zusätzliche Schulplätze. 688 davon sind Schülerinnen und Schülern im Rahmen von Förderinitiativen und Programmen der gesellschaftlichen Verantwortung vorbehalten.

Grundlegende Änderungen kündigte das Ministerium außerdem bei der Personalgewinnung und der staatlichen Aufsicht an. Die bisherige Regelung, wonach Schulen auf die Zustimmung des Ministeriums beziehungsweise dessen Nominierung von Lehrkräften warten mussten, werde aufgehoben. Künftig könnten die Einrichtungen ihr Personal innerhalb der genehmigten Organisationsstrukturen eigenständig anwerben und unmittelbar einstellen, während sich das Ministerium auf seine Aufsichts- und Kontrollfunktion vor Ort konzentriere. Damit sollen offene Stellen schneller besetzt und der Personalbedarf der Schulen effizienter gedeckt werden.

Zur gezielten Förderung herausragender Bildungsprojekte werde darüber hinaus eine neue Kategorie „Qualitätsschulen“ eingeführt, die sich an Investitionsvorhaben mit besonderen akademischen Programmen und nicht herkömmlichen Einrichtungen richtet. Künftige Erhöhungen der Schulgebühren sollen sich dabei nach dem zusätzlichen Investitionsaufwand und dem pädagogischen Mehrwert richten. Schulen, die die festgelegten Qualitätskriterien in besonders hohem Maße erfüllten, könnten Gebührenerhöhungen von bis zu 30 Prozent genehmigt werden.

Parallel dazu habe das Ministerium mehrere regulatorische Leitfäden überarbeitet, darunter den Leitfaden für Verfahren und Vorschriften, den Leitfaden zur Bewertung von Personalqualifikationen sowie die Vorgaben für Lebensmittelstandards an Schulen.

Mit dem elektronischen System „Mind Map“ sei zudem eine digitale Lösung eingeführt worden, mit der die Planung und Dokumentation von Vor-Ort-Besuchen sowie die damit verbundenen Inspektionsverfahren automatisiert werden sollen. Dadurch sollen sowohl die Effizienz der laufenden Überwachung als auch die Qualität der Aufsicht gesteigert werden.

Umfassend neu strukturiert werde ferner das System der Bildungsgutscheine. Neue Schulen sollen diese künftig bereits mit Aufnahme ihres regulären Betriebs im Schuljahr 2027/2028 erhalten können, sofern sie die Voraussetzungen hinsichtlich Betriebsbereitschaft und Akkreditierung erfüllen. Damit entfalle die bislang vorgesehene Wartezeit von vier Jahren.

Auch bei einem Umzug in ein neues Gebäude sollen Schulen die Bildungsgutscheine ohne Unterbrechung weiter erhalten. Zugleich soll der Kreis der Begünstigten anhand festgelegter Kriterien auf neue wie bereits bestehende private Kindergärten ausgeweitet werden.

Zum Abschluss des Forums hob Dr. Rania Yousry Mohamed hervor, dass das Ministerium den privaten Bildungssektor als strategischen Partner bei der Weiterentwicklung des Bildungssystems und beim Aufbau des Humankapitals betrachte. Das Ministerium halte daher an seinem Ziel fest, ein attraktives und zugleich flexibles Investitionsumfeld zu schaffen, das hochwertige Bildungsangebote fördere und dazu beitrage, Katars Stellung als führendes regionales Bildungszentrum weiter auszubauen.

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