Katar beim 16. Ministertreffen der UN-Mediationsfreunde vertreten
New York, den 24. September /QNA/„Die wachsende Vielfalt der Vermittlungsakteure ist zugleich für die Vereinten Nationen Chance und Herausforderung.“ Dies erklärte S.E. Dr. Mohammed bin Abdulaziz bin Saleh Al Khulaifi, Staatsminister im katarischen Außenministerium, beim 16. Ministertreffen der UN-Gruppe der Freunde der Mediation.
Dr. Al Khulaifi vertrat Katar bei der Zusammenkunft, die am Rande der 81. UN-Generalversammlung in New York stattfand.
Die zunehmende Zahl der an Vermittlungsprozessen beteiligten Akteure müsse, so der katarische Diplomat weiter, koordiniert und zielgerichtet genutzt werden. Durch ein abgestimmtes Vorgehen ließen sich ihre unterschiedlichen Erfahrungen und Fähigkeiten bündeln und wirkungsvoller einsetzen.
Von Gaza über den Libanon und Afghanistan bis zur Demokratischen Republik Kongo engagiere sich Katar weiterhin in internationalen Vermittlungsbemühungen. Ziel sei es, Konfliktparteien einander anzunähern und die Aussicht auf friedliche Lösungen auch unter schwierigsten Bedingungen zu wahren.
„Gemeinsam mit Pakistan arbeiten wir daran, die Spannungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten abzubauen, die freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu sichern und Frieden und Stabilität in der Region zu fördern“, fügte Al Khulaifi hinzu.
Aus Katars bisheriger Vermittlungstätigkeit habe man Al Khulaifi zufolge zwei grundlegende Lehren gezogen. Internationale Partnerschaften seien dabei ebenso unverzichtbar wie die Gewährleistung sicherer, unabhängiger und unparteiischer Rahmenbedingungen für Vermittler. Ebenso unerlässlich seien die uneingeschränkte Wahrung der Vertraulichkeit und der Schutz der Integrität des gesamten Prozesses.
Besondere Bedeutung komme dem Schutz von Vermittlern in bewaffneten Konflikten zu. Entsprechende Bestimmungen seien zwar bereits im humanitären Völkerrecht, in den internationalen Menschenrechtsnormen und in den Regelungen über diplomatische Immunitäten verankert. Da sie jedoch auf unterschiedliche Rechtsrahmen verteilt seien, ließen sie sich in der Praxis nur schwer wirksam durchsetzen.
„Die Gefahren für Vermittlungsprozesse gehen heute weit über körperliche Angriffe hinaus“, führte er ferner aus. Dazu zählten Eingriffe in Kommunikationssysteme, Verstöße gegen die Vertraulichkeit, Cyberangriffe und gezielte Desinformation.
Jede dieser Bedrohungen könne die Glaubwürdigkeit und Funktionsfähigkeit einer Vermittlung ebenso schwer beeinträchtigen wie unmittelbare Gewalt. Der Schutz von Vermittlungsprozessen bedeute daher, die Möglichkeit des Dialogs selbst unter widrigsten Umständen zu bewahren, betonte Al Khulaifi am Ende.
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