Ex‑Präsidentin Chiles Bachelet zieht Kandidatur für das Amt der UNO-Generalsekretärin zurück
Santiago, den 20. September /QNA/ Die ehemalige Präsidentin Chiles, Michelle Bachelet, hat ihren Rückzug aus dem Rennen um die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres bekanntgegeben, dessen zweite Amtszeit am 31. Dezember endet.
In einem Video, das sie gestern auf der "X" Plattform bekannt gab, erklärte Bachelet, sie habe beschlossen, ihre Kandidatur nicht weiterzuverfolgen. Sie betonte, dass sie den Schritt nicht bereue und dass ihre Kandidatur dazu beigetragen habe, die Diskussion über die Möglichkeit zu verstärken, dass erstmals eine Frau aus Lateinamerika die Führung der Vereinten Nationen übernimmt.
Der Rückzug erfolgt nach drei geheimen Probeabstimmungen im UNO-Sicherheitsrat im Rahmen des Auswahlprozesses für den nächsten Generalsekretär.
Diplomatische Quellen berichten, dass Rebeca Grynspan, ehemalige Vizepräsidentin Costa Ricas, in der jüngsten Runde mit neun Stimmen zur Ermutigung, fünf Gegenstimmen und einer Enthaltung vorne lag.
Caroline Rodrigues Birkett, Botschafterin Guyanas bei den Vereinten Nationen, erhielt acht Stimmen zur Ermutigung, sechs Gegenstimmen und eine Enthaltung.
Bachelet war im Februar mit einer gemeinsamen Nominierung von Chile, Brasilien und Mexiko in das Rennen eingetreten. Chile zog seine Unterstützung im März zurück, während Brasilien und Mexiko ihre Unterstützung fortsetzten.
Mit ihrem Rückzug verbleiben nun sieben Kandidaten im Wettbewerb um die Nachfolge von Guterres. Der Sicherheitsrat setzt die inoffiziellen Abstimmungen fort, um die Unterstützung für die Kandidaten zu testen, bevor er der Generalversammlung eine Empfehlung ausspricht.
Das Verfahren zur Wahl des zehnten UN‑Generalsekretärs begann offiziell am 25. November 2025. Der neue Amtsinhaber soll sein Amt am 1. Januar 2027 antreten.
Bislang hat keine Frau das Amt des UN-Generalsekretärs innegehabt. Der einzige Amtsinhaber aus Lateinamerika war der Peruaner Javier Pérez de Cuéllar, der die Vereinten Nationen von 1982 bis 1991 leitete.
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