IMO drängt auf Lösung für freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus
London, den 28. August /QNA/ Als eine der bedeutendsten Verkehrsadern des Welthandels ist die Straße von Hormus für die Weltwirtschaft von zentraler Bedeutung. Nun drängt die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) darauf, Lösungen zu finden, um die Freiheit der Navigation in der strategisch wichtigen Meerenge wiederherzustellen.
„Wir haben seit Beginn des Konflikts mindestens 70 Angriffe auf die internationale Schifffahrt bestätigt. Dabei kamen 19 Seeleute ums Leben“, sagte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez in einer Erklärung sechs Monate nach Ausbruch der Krise.
Noch immer sei die Situation nicht gelöst. „Tausende Seeleute leben und arbeiten weiterhin unter Bedingungen erhöhter Gefahr und Unsicherheit“, erklärte Dominguez.
Zwar hätten einzelne Schiffe den Golf verlassen können. „Bis zu 400 Schiffe mit rund 6.000 Seeleuten konnten seit dem 28. Februar jedoch nicht sicher auslaufen“, führte er aus.
Spürbar seien die Folgen längst über die Region hinaus. Nach Ansicht des IMO-Generalsekretärs gefährden Unterbrechungen bei der Versorgung mit Treibstoffen, Düngemitteln und anderen Gütern die wirtschaftliche Stabilität zahlreicher Länder.
Mehr politische Entschlossenheit forderte Dominguez daher ausdrücklich ein. Die Mitgliedstaaten, die Schifffahrtsindustrie sowie die Vereinten Nationen müssten enger zusammenarbeiten, um tragfähige Lösungen für die Wiederherstellung der freien Durchfahrt zu entwickeln.
Ferner stellte der IMO-Chef fest, die Organisation habe 70 Angriffe auf die internationale Schifffahrt dokumentiert, bei denen 19 Seeleute ums Leben gekommen seien. Die Lage in der Straße von Hormus bleibe ungeklärt, während Tausende Betroffene weiterhin unter erhöhtem Risiko arbeiteten. Ferner seien bis zu 400 Schiffe davon betroffen, den Golf nicht sicher verlassen zu können.
Kaum eine maritime Passage besitzt eine vergleichbare Bedeutung: Rund 20 Millionen Barrel Rohöl und Erdölprodukte passieren die Meerenge täglich. Hinzu kommt etwa ein Fünftel des weltweiten Handels mit Flüssigerdgas.
Seit Ende Februar hat die Krise die Energieflüsse eingeschränkt und die Preisbewegungen auf den Weltmärkten verschärft. Gewachsen seien dadurch die Sorgen über die Sicherheit internationaler Lieferketten und Handelswege.
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