Deutschland und das Baltikum planen schnelles Einsatzteam gegen Drohnen
Flensburg, den 28. August /QNA/ Angesichts mutmaßlich von Russland ausgehender hybrider Bedrohungen wollen die Ostsee-Anrainerstaaten ihre Zusammenarbeit bei der Abwehr solcher Angriffe ausbauen. Bei einem Treffen in Flensburg beraten die zuständigen Minister über eine gemeinsame Taskforce zur Drohnenabwehr sowie über mögliche Gegenmaßnahmen.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erklärte, die geplante Taskforce solle insbesondere einen schnellen Informationsaustausch im Ostseeraum ermöglichen. Deutschland und seine Partner seien zunehmend bedroht. Ziel der Zusammenarbeit sei es, aus dem gemeinsamen Bedrohungsraum einen gemeinsamen Sicherheitsraum zu machen.
Die hybride Bedrohung richte sich nach Angaben des Ministers gegen mehrere Bereiche gleichzeitig. Sie betreffe Drohnen in der Luft und im Wasser, den Cyberraum sowie kritische Infrastrukturen. Dobrindt warnte, solche Angriffe könnten „in den nächsten Monaten in einer neuen Qualität“ auftreten.
Neben der Aufklärung möglicher Attacken soll es beim Treffen deshalb um konkrete Reaktionsmöglichkeiten gehen. Dobrindt betonte, Klarheit über die Urheber eines Angriffs müsse mit der Bereitschaft verbunden sein, Konsequenzen zu ziehen.
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