Syrien erwägt Beitritt zum Mekka-Verteidigungsabkommen
Islamabad, den 21. August /QNA/ Noch hat sich Damaskus nicht entschieden. Doch Syrien erwägt nach den Worten seines Außenministers Asaad Al Shaibani einen Beitritt zum Mekka-Abkommen über gemeinsame Verteidigung, das Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan Anfang August unterzeichneten.
Während eines offiziellen Besuchs in Islamabad erklärte Al Shaibani, sein Land werde die Frage zu einem späteren Zeitpunkt abschließend klären. Für Verhandlungen über eine strategische Vereinbarung sei es derzeit noch zu früh. Vorrang habe zunächst ein Ende der israelischen Angriffe.
Mit Nachdruck wandte sich der Minister gegen mögliche israelische Vorgaben für die Bündnispolitik Syriens. Als souveräner Staat entscheide das Land selbst, welche Partnerschaften es eingehe. Israel habe weder über die Allianzen noch über die außenpolitischen Beziehungen von Damaskus zu bestimmen.
Jenseits der sicherheitspolitischen Debatte nutzten Syrien und Pakistan den Besuch, um ihre bilateralen Beziehungen neu zu ordnen. Vereinbart wurden die Reaktivierung des gemeinsamen Ministerausschusses, die Fortsetzung direkter Flugverbindungen, die Einrichtung eines Wirtschaftsrates und die Organisation eines Investitionsforums.
Darin zeigt sich zugleich die veränderte außenpolitische Schwerpunktsetzung der syrischen Regierung. Nach Al Shaibanis Darstellung stehen der Wiederaufbau des Landes, wirtschaftliche Kooperationen und belastbarere Beziehungen zu regionalen und internationalen Partnern im Mittelpunkt.
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