Spanien: Sicherheitskräfte in Ceuta verstärkt – nach Online-Aufrufen zu Massenandrang
Madrid, den 15. August /QNA/ Die spanische Regierung hat zusätzliche Sicherheits- und Militäreinheiten in die Exklave Ceuta entsandt, um einem möglichen neuen Massenansturm von Migranten zuvorzukommen. Auf sozialen Netzwerken wurden Aufrufe zu einer koordinierten Grenzüberquerung verbreitet – nur zwei Wochen nach einer ähnlichen Aktion, bei der Zehntausende versucht hatten, die Grenze illegal zu überwinden.
Soldaten wurden vor großen Einkaufszentren und offiziellen Gebäuden stationiert, während die Polizei verstärkte Patrouillen in den Hauptstraßen der Stadt durchführte.
Innenminister Fernando Grande-Marlaska erklärte, dass so viele Kräfte eingesetzt werden würden, wie nötig, um die Normalität so schnell wie möglich wiederherzustellen und eine Wiederholung der Ereignisse vom 30. Juli zu verhindern. Derzeit befinden sich rund 5.000 Migranten in Ceuta.
Die Behörden haben bereits über 500 Asylanträge geprüft, von denen die meisten abgelehnt wurden. Marlaska betonte, dass Personen, die illegal eingereist seien, weder in Ceuta verbleiben noch ins spanische Festland weiterreisen oder einen legalen Status erhalten dürften – mit Ausnahme besonders schutzbedürftiger Fälle.
Ende Juli hatten rund 72.000 Menschen Ceuta erreicht, bevor die Mehrheit kurz darauf nach Marokko zurückkehrte. Das Ereignis führte zu Spannungen innerhalb der EU und hatte eine Verstärkung der anti-migrantischen Rhetorik rechtsextremer Parteien weltweit zur Folge. Als Reaktion auf die aktuelle Situation hat Madrid über 500 zusätzliche Sicherheitskräfte aus dem Festland in die Exklave entsandt.
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