Menschenrechtsmonitor erhebt schwere Vorwürfe gegen Israel
Genf, den 10. August / QNA / Von einer selektiven Interpretation internationaler Berichte spricht der Euro-Med Monitor mit Blick auf die humanitäre Situation im Gazastreifen.
Nach Angaben der Organisation werden UNICEF-Berichte über die Tötung von 265 palästinensischen Kindern seit Inkrafttreten des Waffenstillstands von israelischer Seite weitgehend ignoriert. Dokumentiert seien Todesfälle durch Bombardierungen, Beschuss und Drohneneinsätze, die sich auch in Schulen und Wohngebieten ereignet hätten.
Im Zentrum der Kritik steht darüber hinaus die Darstellung der Ernährungslage. Verwendet würden Daten des UNICEF-Ernährungsclusters aus dem Jahr 2026, um die Einschätzungen des IPC zu den Hungerrisiken im Gazastreifen infrage zu stellen.
Nach Darstellung des Monitors basiert die häufig genannte Quote von 0,5 Prozent ausschließlich auf dem Gewicht-für-Größe-Indikator zur Erfassung akuter Unterernährung. Andere, umfassendere Messgrößen blieben dabei unberücksichtigt.
Besondere Bedeutung komme der Wachstumsverzögerung bei Kindern zu. Mit einem Anteil von 12,2 Prozent deutet dieser Wert auf langfristige Ernährungsdefizite und chronische Belastungen hin, die sich nicht durch die alleinige Betrachtung akuter Auszehrung erfassen lassen.
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