Katars UN-Vertreterin in Genf bei dringlicher Debatte zur Lage in El Obeid
Genf, den 03. Juli /QNA/ Vor dem Menschenrechtsrat in Genf hat Katar eindringlich vor einer weiteren Verschärfung der Lage im Sudan gewarnt.
Ihre Exzellenz Dr. Hend Abdulrahman Al Muftah, Ständige Vertreterin Katars beim UN-Büro in Genf, nahm an einer dringlichen Debatte teil, die sich im Rahmen der 62. Tagung des Rates mit der Menschenrechtslage in El Obeid und den umliegenden Gebieten befasste.
In ihrer Erklärung zeichnete Frau Al Muftah ein Bild wachsender humanitärer Dringlichkeit. Katar sei zutiefst besorgt über das anhaltende Leid der sudanesischen Bevölkerung, sagte sie, insbesondere angesichts wiederholter Angriffe auf zivile und lebenswichtige Einrichtungen in und um El Obeid. An alle Konfliktparteien richtete sie den Appell, das humanitäre Völkerrecht und die internationalen Menschenrechtsnormen einzuhalten, Spannungen abzubauen und Kampfhandlungen zu vermeiden. Eine weitere Eskalation, so die Warnung, hätte verheerende Folgen für die Zivilbevölkerung.
Darüber hinaus erneuerte Al Muftah Katars Appell zu einem umfassenden Dialog zwischen allen sudanesischen Parteien, um den bewaffneten Konflikt dauerhaft zu beenden, die humanitäre Lage zu bewältigen und breit angelegte Verhandlungen einzuleiten, die in ein umfassendes Abkommen und nachhaltigen Frieden münden könnten.
Besonders betonte die katarische Vertreterin die Unterstützung Dohas für die Einheit und Souveränität Sudans. Katar lehne, so sie weiter, jede Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes ab und respektiere das Recht des sudanesischen Volkes, seinen Weg zu Freiheit, Frieden, Gerechtigkeit und Wohlstand selbst zu bestimmen. Gleichzeitig verwies Al Muftah darauf, dass bestehende Mechanismen des Menschenrechtsrates genutzt werden sollten, sofern sie das Vertrauen der sudanesischen Regierung genössen und tatsächlich Zugang und Wirkung vor Ort ermöglichten.
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