UN warnt vor rascher Eskalation im besetzten Westjordanland
New York, den 28. Juli /QNA/ Mit eindringlichen Worten haben die Vereinten Nationen vor einer raschen Verschlechterung der Lage im besetzten Westjordanland gewarnt. Die zunehmende Gewalt israelischer Siedler fordert nicht nur Menschenleben; sie zerstört Häuser, beschädigt religiöse Stätten und vertreibt Bewohner aus Gemeinden, in denen die Unsicherheit längst zum Alltag geworden ist.
Vor dem UN-Sicherheitsrat beschrieb der stellvertretende Sonderkoordinator für den Nahost-Friedensprozess, Ramiz Alakbarov, eine Entwicklung, die sich innerhalb weniger Tage weiter zugespitzt habe. In der vergangenen Woche seien erneut Zivilisten getötet oder verletzt worden, während Vertreibungen und Sachschäden die Schutzlosigkeit der palästinensischen Bevölkerung verstärkten.
Alakbarov äußerte sich besorgt:„Besonders alarmierend ist, dass die Angriffe zunehmend Orte treffen, die für das Zusammenleben der Menschen von zentraler Bedeutung sind – von Wohnhäusern und Gemeinden bis hin zu Gebetsstätten und ziviler Infrastruktur.“
Von Israel forderte Alakbarov unverzügliche und wirksame Maßnahmen. Es müsse Siedlergewalt verhindern, die betroffenen Gemeinden schützen und gewährleisten, dass die Verantwortlichen strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden.
Bleibe ein entschiedenes Eingreifen aus, drohe die Entwicklung einen weit größeren Konflikt auszulösen, so er und ergänzte, die Verschlechterung im Westjordanland könne die ohnehin fragile Lage in den übrigen besetzten palästinensischen Gebieten zusätzlich destabilisieren und eine umfassende Eskalation wahrscheinlicher machen.
Die palästinensische Regierung bezifferte die Zahl der Übergriffe innerhalb einer Woche auf 225. Darunter seien 152 Angriffe auf Städte und Dörfer gewesen. Die Bilanz verweist auf ein Ausmaß der Gewalt, das die politische Suche nach Stabilität zunehmend zu überholen droht.
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