Qatar Charity startet Gesundheitsinitiative in Somalia: Fast 50.000 Menschen sollen profitieren
Mogadischu, den 28. Juli /QNA/ Mit einem umfassenden Gesundheitsprogramm für die Jahre 2026 und 2027 baut die humanitäre Organisation Qatar Charity ihr Engagement in Somalia deutlich aus. Insgesamt sind 48 Projekte in neun Programmbereichen geplant, von denen nach Angaben der Organisation rund 49.834 Menschen profitieren sollen. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen zur Verbesserung des Zugangs zu medizinischer Grund- und Spezialversorgung für besonders benachteiligte Bevölkerungsgruppen.
Ein zentrales Anliegen der Initiative ist die Bekämpfung von Unterernährung. Allein in diesem Bereich werden 21 Projekte umgesetzt, die mehr als 21.600 Menschen erreichen sollen. Neben der frühzeitigen Diagnose von Mangelernährung sind die Verteilung therapeutischer Spezialnahrung sowie Aufklärungsangebote für Mütter und Pflegepersonen vorgesehen. Ziel ist es, langfristige gesundheitliche Folgen von Fehlernährung zu verhindern.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Programm „Ibsar“ („Sehkraft“). Zehn Projekte sollen rund 10.000 Menschen zugutekommen. Geplant sind augenärztliche Untersuchungen, Operationen zur Behandlung vermeidbarer Blindheit und die Ausgabe von Sehhilfen. Damit soll Betroffenen die Rückkehr zu einem selbstbestimmteren Alltag ermöglicht werden.
Darüber hinaus will Qatar Charity die medizinische Versorgung in Gesundheitseinrichtungen stärken. Vorgesehen ist die Bereitstellung von Medikamenten und medizinischen Verbrauchsgütern für etwa 17.300 Menschen. Die Organisation verfolgt damit das Ziel, die Versorgung besonders vulnerabler Bevölkerungsgruppen dauerhaft sicherzustellen.
Im Rahmen des Programms „Barmherzige Herzen“ werden zudem drei Projekte für insgesamt 70 Kinder mit Herzerkrankungen finanziert. Neben lebenswichtigen Operationen umfasst die Unterstützung medizinische Betreuung und eine langfristige Nachsorge.
Ergänzt wird das Vorhaben durch das Hilfsprogramm „Al Amal“ („Hoffnung“), das 200 Menschen unterstützen soll. Hinzu kommen Behandlungsangebote für 500 Patienten mit chronischen Erkrankungen sowie das Programm „Ein Lächeln schenken“, das 60 Begünstigten zugutekommen wird. Geplant ist außerdem die Sanierung von fünf Dialysezentren, von der zunächst 32 Patienten unmittelbar profitieren sollen.
Ibrahim Abdulrahman Al Janahi, Direktor für Entwicklungsprogramme bei Qatar Charity, bezeichnete die Projekte als Ergebnis der Spendenkampagne des 27. Ramadan 2026. Sie seien Ausdruck der Solidarität zahlreicher Unterstützer und Teil einer langfristigen Strategie zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Somalia.
Auch die somalische Staatsministerin für Gesundheit und soziale Fürsorge, Dr. Mariam Mohamed Hussein, würdigte die Initiative. Die neuen Projekte leisteten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Gesundheitswesens und unterstrichen die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen staatlichen Institutionen und humanitären Organisationen.
Lob kam zudem von Dr. Mona Hussein Hassan Ahmed, Generaldirektorin des Banadir-Krankenhauses. Die langjährige Partnerschaft mit Qatar Charity habe dazu beigetragen, die Kapazitäten der Klinik auszubauen und die Versorgung in Bereichen zu verbessern, die spezialisierte medizinische Leistungen erfordern.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Qatar Charity nach eigenen Angaben 24 Gesundheitsprojekte in Somalia umgesetzt. Davon profitierten mehr als 143.000 Menschen. Die Investitionen beliefen sich auf über neun Millionen Katar-Riyal.
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