Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats zu den Entwicklungen im Libanon
Die Vereinten Nationen äußerten sich äußerst besorgt über die Lage im Libanon. Martha Pobee, stellvertretende Generalsekretärin für Friedenssicherung und politische Angelegenheiten, warnte in einer Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats vor einer „verheerenden menschlichen Bilanz“ infolge der seit dem 2. März eskalierenden Gewalt. Sie betonte, dass diese Entwicklungen das am 16. April von den USA vermittelte Abkommen zur Einstellung der Feindseligkeiten direkt untergraben und die ohnehin fragilen diplomatischen Bemühungen gefährden. Pobee forderte alle Parteien zu größter Zurückhaltung auf und kritisierte die Präsenz israelischer Truppen nördlich der Blauen Linie als klaren Verstoß gegen die Souveränität Libanons und gegen Resolution 1701 des Sicherheitsrats.
Frankreichs UN-Botschafter Jérôme Bonnafont erklärte, seine Regierung habe die Sitzung angesetzt, um auf die „gefährliche Eskalation“ und die Ausweitung der israelischen Militäroperationen zu reagieren. Er bezeichnete das Vorgehen Israels als „strategischen Fehler“ und als Verletzung der im April eingegangenen Verpflichtungen.
Auch Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja äußerte scharfe Kritik. Er sprach von einem „schleichenden Angriff“ auf den Libanon, der das Waffenstillstandsabkommen vom 17. April zu einer bloßen „Rauchwand“ degradiere. Nebensja zog Parallelen zur Situation im Gazastreifen, verurteilte die „aggressiven Handlungen Israels“ und forderte den sofortigen Rückzug der Besatzungstruppen, da ein dauerhafter Waffenstillstand sonst unmöglich sei.
Englisch
Français
Deutsch
Español
русский
हिंदी
اردو