Gegenüber “QNA” erklärte der kanadische Minister für Nationale Verteidigung: „Wir sind über die Eskalation in der Region besorgt und unterstützen Katar und seine Bemühungen um Stabilität.“
Doha, den 14. Mai /QNA/ Seine Exzellenz David McGuinty, Kanadas Minister für Nationale Verteidigung, erklärte, sein Land sei zutiefst besorgt über die rasche Eskalation der Spannungen im Nahen Osten. Er bekräftigte die Forderung Kanadas nach Deeskalation sowie einem dauerhaften Waffenstillstand und versicherte, dass Ottawa Katar und dessen Bemühungen um Stabilität und Dialog in der Region unterstütze.
In einem Interview gegenüber der Katarischen Nachrichtenagentur (QNA) äußerte Seine Exzellenz McGuinty die Hoffnung, dass durch Dialog und diplomatische Initiativen eine Lösung gefunden werden könne. Er fügte hinzu, dass sich die aktuelle Krise nicht mehr auf die Vereinigten Staaten, den Iran oder die Golfstaaten beschränke, sondern zu einer internationalen Angelegenheit entwickelt habe, die unmittelbare Auswirkungen auf die Ölversorgung, die Schifffahrt, den Versicherungssektor und die Stabilität der globalen Märkte habe.
Der Minister führte weiter aus, dass die anhaltenden Entwicklungen aufgrund der Störungen in der Straße von Hormus auch die Lebensmittelproduktion und die Lieferketten für Düngemittel beeinträchtigten, was unmittelbare Folgen nicht nur für die Weltwirtschaft, sondern auch für die Stabilität habe. Er betonte die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit, um eine positive Lösung für die Krise zu finden.
Er kündigte an, dass sich Kanada im Falle eines stabilen Waffenstillstands den Ländern anschließen werde, die sich für den Erhalt der Straße von Hormus als internationale Wasserstraße einsetzen. Er erwähnte Konsultationen mit rund 50 Ländern zur Gewährleistung der Schifffahrtsfreiheit. Kanada sei bereit, in drei Hauptbereichen einen Beitrag zu leisten: maritime Expertise (einschließlich der Entsendung eines Schiffes zur Lagebeobachtung), Minenräumung der Schifffahrtswege durch spezialisierte Teams sowie Unterstützung durch Aufklärung und weltraumgestützte Fähigkeiten (Satellitendaten und Überwachung von See- und Landbewegungen).
Er betonte, dass sich Kanada bereits seit mehreren Wochen für einen Dialog statt einer militärischen Eskalation einsetze, und fügte hinzu: „Der Dialog ist in dieser Phase der wirkungsvollste Ansatz.“ Seine Exzellenz würdigte Katars Rolle als Vermittler und Brückenbauer für den Dialog. Er zeigte sich optimistisch hinsichtlich der von Frankreich und dem Vereinigten Königreich angeführten Initiative zur Deeskalation der Lage und zur Verstärkung der internationalen Bemühungen um regionale Stabilität.
Hinsichtlich seines Besuchs in Doha bekräftigte Seine Exzellenz die Bedeutung der bilateralen Beziehungen zwischen Kanada und Katar und versicherte, dass dieser Besuch die Solidität dieser Beziehungen und das gemeinsame Engagement für deren Intensivierung unterstreicht. Zudem erläuterte er Kanadas neue Verteidigungsindustriestrategie, die den Ausbau internationaler Partnerschaften fördert. Zu den Kooperationsbereichen zählen Spitzenforschung, Künstliche Intelligenz, Quantencomputing, Kryptographie, Ingenieurforschung und technologische Entwicklung.
„Katar verfügt – wie auch Kanada – über fortgeschrittene Expertise in vielen dieser Bereiche”, so Seine Exzellenz weiter. Er fügte hinzu, dass die bilaterale und multilaterale Zusammenarbeit die gemeinsamen Fähigkeiten stärken und zur Bewältigung künftiger Herausforderungen beitragen werde.
Das Hauptziel dieses Besuchs bestehe darin, „die Unterstützung des kanadischen Volkes für das katarische Volk sowie Kanadas Engagement für die Sicherheit und den Schutz aller in der Region sowie das Bestreben nach Frieden und guten nachbarschaftlichen Beziehungen zu demonstrieren“, so Seine Exzellenz weiter. Bezüglich seiner Einschätzung der Risiken regionaler Spannungen und deren Auswirkungen auf die internationale Sicherheit führte der kanadische Minister aus: „Die Folgen der Krise sind bereits spürbar: Der weltweite Flugverkehr geht aufgrund steigender Treibstoffkosten und Schwierigkeiten bei der Kerosinversorgung zurück. Hinzu kommen gestiegene Energie- und Lebensmittelpreise sowie Inflation in mehreren Ländern, die stark vom Öl des Nahen Ostens abhängig sind.“
Er fügte hinzu, dass „auch die Sorge um die Düngemittelversorgung wächst“, und betonte, dass die Fortsetzung der aktuellen Spannungen die globale Stabilität gefährden könne. Am Ende seines Interviews mit "QNA" bekräftigte der kanadische Verteidigungsminister die Unterstützung seines Landes für das katarische Volk. Er unterstrich Kanadas Bestreben, die diplomatische und militärische Präsenz in der Region zu intensivieren, und den Ausbau der Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie – ob in Katar, Kanada oder anderswo.
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