Katar bekräftigt Einsatz für atomwaffenfreien Nahen Osten
New York, den 01. Mai /QNA/ Der Staat Katar hat sein Engagement für Nahost frei von Kernwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen bekräftigt. Dabei unterstrich Katar, dass die vollständige Beseitigung von Atomwaffen die einzige Garantie dafür darstelle, deren Einsatz oder die Androhung desselben dauerhaft zu verhindern.
Saud Musfer Al Shahwani, Mitglied der katarischen Delegation bei der Überprüfungskonferenz 2026 zum Atomwaffensperrvertrag (NPT), erklärte in der Stellungnahme Katars vor dem Ersten Hauptausschuss für Abrüstung am UN-Hauptquartier in New York, dass die nukleare Abrüstung als eine der drei Säulen des Vertrags den grundlegenden Schritt der internationalen Bemühungen bilde, um diese Waffen und ihre Bestände zu vernichten. Artikel VI des Atomwaffensperrvertrags stelle für die Atommächte eine klare rechtliche Verpflichtung dar, in gutem Glauben ernsthafte Verhandlungen aufzunehmen, die zu einer vollständigen nuklearen Abrüstung führen.
Jede Verzögerung bei der Umsetzung dieser Verpflichtungen, so Al Shahwani weiter, schwäche die Glaubwürdigkeit des internationalen Systems. Er warnte eindringlich davor, dass der Fortbestand militärischer Nuklearkapazitäten außerhalb eines internationalen Überprüfungs- und Rechenschaftsrahmens das Vertrauen untergrabe, das sowohl Wettrüsten anheize als auch ein fragiles, eskalationsanfälliges Sicherheitsumfeld schaffe.
In diesem Zusammenhang forderte die katarische Delegation einen schrittweisen und überprüfbaren Ansatz. Dieser müsse auf folgenden Prinzipien basieren:
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Systematische und messbare Reduzierungen der nuklearen Arsenale.
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Erhöhte Transparenz hinsichtlich militärischer Nukleardoktrinen und der Einsatzbereitschaft.
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Ausweitung vertrauensbildender Maßnahmen zur Minimierung des Risikos eines versehentlichen oder unbeabsichtigten Einsatzes.
Al Shahwani zufolge dienten diese Schritte nicht nur dem Ziel der nuklearen Abrüstung, sondern trügen auch entscheidend zum Abbau weltweiter strategischer Spannungen bei. Dies wiederum stärke die internationale Stabilität und wirke sich positiv auf den Frieden und die Sicherheit auf regionaler und globaler Ebene aus. Die Säule der nuklearen Abrüstung, sagte er, sei keine bloße technische oder rechtliche Formalität, sondern eine strategische Entscheidung, die das Bekenntnis der internationalen Gemeinschaft zur menschlichen Sicherheit und zur Zukunft kommender Generationen widerspiegele.
Abschließend betonte Al Shahwani, dass der Nahe Osten angesichts seiner langjährigen sicherheitspolitischen Herausforderungen es verdiene, bei diesen globalen Bestrebungen an vorderster Front zu stehen. Er bekräftigte die uneingeschränkte Bereitschaft Katars, gemeinsam mit den Staaten der Region und der internationalen Gemeinschaft auf einen Nahen Osten hinzuarbeiten, der frei von Kern- und Massenvernichtungswaffen ist und auf kollektiver Sicherheit, gegenseitigem Respekt sowie nachhaltiger Entwicklung beruht.
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