Katar: Notwendigkeit der strikten Umsetzung internationaler Vertragsverpflichtungen zur nuklearen Abrüstung und Nichtverbreitung bekräftigt
New York, den 29. April /QNA/ Der Staat Katar hat die Bedeutung der strikten Umsetzung der Verpflichtungen aus internationalen Abkommen zur nuklearen Abrüstung und Nichtverbreitung bekräftigt.
Dies erklärte Ihre Exzellenz Scheicha Alya Ahmed bin Saif Al Thani, Ständige Vertreterin des Staates Katar bei den Vereinten Nationen sowie Leiterin der katarischen Delegation bei der Überprüfungskonferenz der Vertragsparteien des Atomwaffensperrvertrags (NVV). Anlass war die Generaldebatte der Sitzung 2026 im UN-Hauptquartier in New York.
Ihre Exzellenz betonte, dass der NVV das Fundament des internationalen Abrüstungs- und Nichtverbreitungssystems bildet und ein entscheidendes Instrument für die kollektive Sicherheit darstellt. Dies erfordere ein umfassendes, ausgewogenes und nicht-selektives Engagement für die Umsetzung seiner drei Säulen. Sie fügte hinzu, dass die Überprüfungskonferenz dazu beiträgt, die Bemühungen auf die Erreichung der in diesem grundlegenden Vertrag festgelegten Ziele zu konzentrieren.
Mit Blick auf den Nahen Osten erinnerte Ihre Exzellenz daran, dass der Beschluss von 1995 für die Region ein integraler Bestandteil des Vertragsregimes sei, und betonte die Notwendigkeit, eine Zone frei von Atomwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen zu schaffen. Dies sei ein entscheidender Schritt hin zu regionaler Sicherheit und Stabilität. Ihre Exzellenz äußerte die Hoffnung, dass die laufende Sitzung Schlussfolgerungen verabschieden werde, die dieses Ziel unterstützen. Zudem sicherte Ihre Exzellenz Katar die Unterstützung des Sultanats Oman zu, das derzeit den Vorsitz der Konferenz zur Errichtung einer Zone frei von Atomwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen im Nahen Osten innehat.
Mit Blick auf das Scheitern der Überprüfungskonferenzen von 2015 und 2022, ein auf Konsens basierendes Abschlussdokument zu erarbeiten, betonte Ihre Exzellenz, wie wichtig es sei, die Anstrengungen zu verdoppeln und echten politischen Willen zu zeigen, um den internationalen Konsens wiederherzustellen und Ergebnisse zu erreichen, die die globale Sicherheit fördern. Schließlich rief Ihre Exzellenz die Atomwaffenstaaten dazu auf, gemäß Artikel Nr. 6 des NVV konkrete und zeitlich befristete Verpflichtungen zur vollständigen Abschaffung ihrer Atomwaffen einzugehen.
Ihre Exzellenz Scheicha Alya Ahmed bin Saif Al Thani, die Ständige Vertreterin des Staates Katar bei den Vereinten Nationen, bekräftigte die zentrale Rolle der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) als zuständige Stelle für die Überprüfung der ausschließlich friedlichen Nutzung von Kernmaterialien und -technologien. Dabei betonte sie die Bedeutung der Verstärkung des globalen Sicherungssystems und des Zusatzprotokolls sowie der engen Zusammenarbeit mit der IAEO, um die Sicherheit nuklearer Aktivitäten zu gewährleisten. Des Weiteren forderte Ihre Exzellenz die verantwortungsvolle Entwicklung friedlicher Kernenergieprogramme unter Einhaltung höchster Sicherheitsstandards. Dadurch sollen die Risiken radioaktiver Leckagen und deren Auswirkungen auf Nachbarländer, Umwelt und Wasserressourcen begrenzt werden. Zudem sollen überprüfbare Sicherheitsvorkehrungen gegen jegliche militärische Nutzung getroffen werden. Schließlich appellierte Ihre Exzellenz an alle Staaten, die einschlägigen internationalen Übereinkommen zur nuklearen Sicherheit einzuhalten und von der Weitergabe von Kerntechnologien oder -materialien an Nichtvertragsstaaten ohne Einhaltung der Sicherheitsbedingungen abzusehen.
Angesichts der Golfkriege und ihrer schwerwiegenden Folgen für den internationalen Frieden und die Sicherheit bekräftigte Ihre Exzellenz die konsequente Position Katars. Katar verurteilt die Bedrohungen und Aggressionen der Islamischen Republik Iran gegen Katar und die Golfstaaten sowie alle Verletzungen ihrer Souveränität, einschließlich der Angriffe auf zivile Einrichtungen wie Energieanlagen, die gegen das Völkerrecht und das humanitäre Völkerrecht verstoßen. Katars Ständige Vertreterin bei den Vereinten Nationen betonte die Bedeutung dauerhafter, friedlicher Lösungen und unterstützte die Vermittlungsbemühungen der Islamischen Republik Pakistan zur Festigung des Waffenstillstands und zur Schaffung der Voraussetzungen für einen Dialog, um eine weitere Eskalation zu verhindern.
Abschließend bekräftigte die Ständige Vertreterin des Staates Katar bei den Vereinten Nationen, dass Katar die Zusammenarbeit mit seinen Partnern fortsetzen werde, um sicherzustellen, dass diese Konferenz zu konkreten Ergebnissen führe, welche die kollektive Sicherheit stärkten und das gemeinsame Ziel näher brächten.
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