Katars Hilfe: Qatar Charity unterstützt eine Million Menschen im Sudan
Khartum, den 15. April /QNA/ Qatar Charity (QC) setzt ihre humanitäre Hilfe für die vom anhaltenden Konflikt im Sudan Betroffenen fort. Dieser Konflikt geht nun ins vierte Jahr.
Seit April 2023 führt Qatar Charity Hilfs-, Gesundheits- und Nahrungsmittelprojekte im Sudan und für sudanesische Flüchtlinge in den Nachbarländern durch. Von diesen Maßnahmen haben mehr als eine Million Menschen profitiert, die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 98 Mio. QR.
In den vergangenen drei Jahren hat Qatar Charity 74 humanitäre Projekte und Hilfsmaßnahmen innerhalb und außerhalb des Sudans durchgeführt, entweder durch eigene Teams vor Ort oder in Partnerschaft mit internationalen und lokalen Organisationen. Diese Bemühungen sind eine Reaktion auf die derzeit größte humanitäre Krise weltweit, sowohl hinsichtlich ihres Ausmaßes als auch ihrer Komplexität.
Seit Beginn des Konflikts ist Qatar Charity eine der führenden humanitären Organisationen und koordiniert mit den katarischen Behörden Hilfsflüge und Hilfsprojekte im Sudan und für Flüchtlinge in den Nachbarländern. Mit diesen Initiativen soll das Leid gelindert und die Widerstandsfähigkeit der von der anhaltenden Krise betroffenen Gemeinschaften gestärkt werden.
Innerhalb des Sudan hat Qatar Charity 52 humanitäre Projekte in mehreren von Konflikten betroffenen Bundesstaaten durchgeführt, von denen rund 911.000 Vertriebene und Betroffene profitierten. Die Kosten beliefen sich auf über 75 Mio. QR.
Den größten Anteil machte die Nahrungsmittelhilfe aus, die mehr als 520.000 Menschen erreichte, um die sich verschärfende Ernährungsunsicherheit zu bekämpfen. Umfassende Hilfsprojekte unterstützten etwa 125.000 Menschen.
Durch Gesundheitsmaßnahmen wurden über 127.000 Menschen mit medizinischer Versorgung unterstützt, da die Gesundheitseinrichtungen weit verbreitet beeinträchtigt waren. Unterkunftsprojekte unterstützten rund 16.000 Menschen. Zusätzlich gab es Maßnahmen in den Bereichen Wasser, Sanitärversorgung und Hilfsgüter. Diese trugen dazu bei, die Lebensbedingungen zu optimieren und Gesundheitsrisiken für Zehntausende Familien zu verringern.
Parallel dazu weitete Qatar Charity seine Unterstützung für sudanesische Flüchtlinge in den Nachbarländern durch 22 humanitäre Projekte aus. Von diesen profitierten über 133.000 Flüchtlinge. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 22,7 Mio. QR. Diese Maßnahmen umfassten unter anderem Nahrungsmittelhilfe für fast 62.000 Flüchtlinge, Unterstützung bei der Unterbringung von rund 12.000 Menschen sowie Gesundheits-, Wasser-, Sanitär-, Bildungs- und sektorübergreifende Hilfsleistungen für mehr als 60.000 Begünstigte. Dadurch wurde der Druck auf die aufnehmenden Gemeinden verringert und die Fähigkeit der Flüchtlinge, mit den schwierigen Bedingungen der Vertreibung zurechtzukommen, wurde verbessert.
Diese Bemühungen erfolgen, als der Krieg im Sudan ins vierte Jahr geht und eine der schwersten humanitären Krisen weltweit ausgelöst hat. Laut UN- und internationalen Quellen benötigen im Jahr 2026 rund 33,7 Mio. Menschen dringend humanitäre Hilfe.
Etwa 8,9 Millionen Menschen sind Binnenvertriebene, mehr als 4,5 Millionen sind in Nachbarländer geflohen. Mehr als 21 Millionen Menschen sind von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen und in Teilen von Darfur und Kordofan wird von Hungersnot berichtet.
Der Konflikt hat auch das Gesundheitssystem schwer getroffen. Mehr als ein Drittel der Gesundheitseinrichtungen ist außer Betrieb. Hinzu kommen Krankheitsausbrüche, die auf Mangelernährung und unzureichende Wasser- und Sanitärversorgung zurückzuführen sind. Gravierende Finanzierungslücken schränken zudem die humanitäre Reaktionsfähigkeit ein
Englisch
Français
Deutsch
Español