Der GCC-Generalsekretär lobt die Haltung der Europäischen Union zur Unterstützung der GCC-Staaten angesichts der iranischen Angriffe
Brüssel, den 15. April /QNA/ Jasem Mohammed Al-Budawi, der Generalsekretär des Golfkooperationsrats (GCC), lobte die Unterstützung der Europäischen Union für die GCC-Staaten angesichts der iranischen Aggression, die er als direkte Bedrohung für die regionale und internationale Sicherheit bezeichnete.
In seiner heutigen Unterrichtung der Mitglieder des Auswärtigen Ausschusses beim Europäischen Parlament im Parlamentsgebäude in Brüssel betonte Al-Budawi, dass die Sicherheit am Golf eine tragende Säule der globalen Wirtschaftsstabilität sei und die zwischen der Europäischen Union und dem Golf-Kooperationsrat bestehende Partnerschaft eine strategische Notwendigkeit darstelle.
Der Generalsekretär hob hervor, dass das Treffen in einer sowohl regional als auch international äußerst sensiblen Phase stattfindet und die Bedeutung des parlamentarischen Dialogs als Eckpfeiler der Partnerschaft zwischen dem GCC und der Europäischen Union unterstreicht. Er merkte an, dass sich die Golfregion in einer kritischen Phase befinde. Die anhaltende iranische Eskalation und Aggression stellten eine direkte Bedrohung für die regionale und internationale Sicherheit bzw. Stabilität sowie eine ernsthafte Herausforderung für das Völkerrecht und die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates dar.
Dies werde in den iranischen Angriffen auf die GCC-Staaten deutlich, trotz der klaren Zusicherungen dieser Länder, ihre Gebiete nicht für Militäroperationen gegen den Iran zur Verfügung zu stellen. Die Angriffe hätten zivile und wirtschaftliche Einrichtungen in den GCC-Staaten ins Visier genommen, wodurch es zu Opfern und Verletzten gelangt sei. Dies habe die Grundlagen der regionalen und internationalen Sicherheit und Stabilität schwer beeinträchtigt.Trotz der aktuellen Herausforderungen hätten die GCC-Staaten ihre Bereitschaft unter Beweis gestellt, die innere Stabilität zu gewährleisten und ihre Rolle als wichtiges Wirtschafts- und Entwicklungszentrum fortzusetzen. Dies spiegele die Stärke und Nachhaltigkeit ihrer Institutionen sowie die Wirksamkeit ihrer Politik wider.
Al-Badawi lobte die Verurteilung der Angriffe durch die Europäische Union sowie ihre rasche Reaktion, indem sie mehrere Golf-Europäische Treffen zum Meinungsaustausch über die Eskalation einberief sowie die notwendige technische und militärische Unterstützung leistete. Er betonte die Bedeutung der Straße von Hormus als offene und sichere internationale Transportroute, geschützt vor Bedrohungen und Einschränkungen, und verurteilte jeden Versuch, eine neue Realität mit Gewalt durchzusetzen oder die Straße als Instrument politischen oder wirtschaftlichen Drucks zu missbrauchen – regional wie international.
Er brachte den Wunsch des GCC nach einer Stärkung der parlamentarischen Zusammenarbeit zum Ausdruck und verwies auf die Einreichung eines Vorschlags beim Europäischen Parlament zur Einrichtung eines parlamentarischen Zusammenschlusses zwischen den Legislativräten der Golfstaaten und dem Europäischen Parlament. Dies soll die Konsultation und Koordinierung bei Themen von gemeinsamem Interesse optimieren, die legislative Zusammenarbeit ausbauen, nachhaltige institutionelle Kapazitäten schaffen und die Rolle der Parlamente bei der Förderung von Frieden und nachhaltiger Entwicklung stärken. Vermutlich wird dieser Mechanismus baldmöglichst unterzeichnet.
Herr David McAllister, der Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments, begrüßte den Generalsekretär und hob die Bedeutung des Treffens hervor, um die Ausschussmitglieder über die jüngsten Entwicklungen in der Region und die Beziehungen zwischen dem Golf und Europa zu informieren.
McAllister betonte das große Interesse des Europäischen Parlaments an der Weiterentwicklung seiner Beziehungen zu den Staaten des Golfkooperationsrats.
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