Am Tag des Palästina-Kindes:
Mehr als 39.000 Waisenkinder im Gazastreifen...Das klingt sehr apokalyptisch, da der Krieg womöglich die Kindheit und ihr ganzes Leben für immer prägt
Ramallah, den 03. April /QNA/ Das Palästinensische Zentralbüro für Statistik (PCBS) erklärte heute, dass Kinder 43 % der palästinensischen Bevölkerung und mehr als 39.000 Waisen im Gazastreifen repräsentieren. Dies ist die größte Waisenkrise der modernen Geschichte.
Nach Schätzungen haben 39.384 Kinder im Gazastreifen nach 534 Tagen israelischer Aggression ihre Eltern verloren bzw. eine von ihnen. Darunter sind schätzungsweise 17.000 Kinder, die von beiden Elternteilen beraubt wurden und nun ein hartes Leben ohne jegliche Versorgung und Beistand führen müssen.
Das Palästinensische Zentralbüro für Statistik (PCBS) erklärte im Vorfeld des palästinensischen Kindertages, der am 05. April zufällt, dass Hungersnot und Unterernährung das Leben der Kinder im Gazastreifen bedrohen. 60.000 Fälle von akuter Mangel- und Unterernährung werden erwartet und bestätigen die Rückkehr von Polio in den Gazastreifen.
Es wies darauf hin, dass die Besatzungsmacht seit dem grausamen Angriff auf den Gazastreifen am 07. Oktober 2023 mehr als 1.055 Kinder verhaftet hat. Dies ist eine systematische Verletzung der Rechte von Kindern und ein eklatanter Verstoß gegen internationales Recht.
Demografische Schätzungen zeigen, dass die Bevölkerung des Staates Palästina bis Ende 2024 etwa 5,5 Millionen Menschen erreicht, davon 3,4 Millionen im Westjordanland und 2,1 Millionen im Gazastreifen. Die palästinensische Gesellschaft ist eine junge Gesellschaft, in der Kinder unter 18 Jahren 43% der Gesamtbevölkerung bilden, etwa 2,38 Millionen, davon 1,39 Millionen im Westjordanland und 0,98 Millionen im Gazastreifen. Die Altersgruppe der unter 15-Jährigen machte 37% der Gesamtbevölkerung aus, was etwa 2,03 Millionen entspricht, davon 1,18 Millionen im Westjordanland und 0,9 Millionen im Gazastreifen. Die Altersgruppe der unter 18-Jährigen machte 47 % der Bevölkerung des Gazastreifens aus, verglichen mit 41 % im Westjordanland, wohingegen der Anteil der Kinder unter 15 Jahren in Gaza 40,3 % betrug, verglichen mit 34,8 % im Westjordanland.
In den 534 Tagen der israelischen Aggression gegen den Gazastreifen erlebten die palästinensischen Kinder eine noch nie dagewesene humanitäre Katastrophe, da sie und Frauen mehr als 60 % der Gesamtopfer ausmachten.
Die Aggression hatte zur Folge, dass 50.021 Palästinenser ums Leben kamen, davon 17.954 Kinder, einschließlich 274 Säuglinge, die unter dem Beschuss zur Welt kamen und gemartert wurden, 876 Kinder unter einem Jahr, 17 Kinder, die in den Zelten der Vertriebenen wegen Kälte starben, und 52 Kinder, die an Hunger und systematischer Unterernährung starben. Darüber hinaus wurden 113.274 Menschen verletzt, 69 % davon Kinder und Frauen, wohingegen mehr als 11.200 Bürger immer noch vermisst werden, 70 % davon Kinder und Frauen.
Im Westjordanland wurden seit dem Beginn der israelischen Aggression bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Erklärung 923 Bürger, darunter 188 Kinder, getötet und 660 Kinder verletzt.
In diesem Zusammenhang hat ein von Gefangenen-Rechtsorganisationen herausgegebener Bericht eine beispiellose Eskalation der Verhaftungen palästinensischer Kinder durch die israelische Besatzungsmacht aufgedeckt. Der Bericht dokumentiert die Verhaftung von mindestens 700 Kindern allein im Jahr 2024, womit sich die Gesamtzahl der seit Ausbruch des Krieges verhafteten Kinder auf mehr als 1.055 erhöht.
Darüber hinaus sind etwa 7.700 Neugeborene aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung vom plötzlichen Tod bedroht, da die verbleibenden Krankenhäuser nur mit sehr eingeschränkter Kapazität arbeiten, was das Leben der Kinder gefährdet. Das Fehlen von Inkubatoren, Beatmungsgeräten und wichtigen Medikamenten hat zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands geführt, wodurch sich die Wahrscheinlichkeit des Todes der Kinder erhöht.
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