Staatsminister für Außenhandel: Ohne Frieden keine nachhaltigen Investitionen
Doha, den 27. Oktober /QNA/ Ohne Frieden keine Investitionen: Mit dieser Botschaft schloss Katars Staatsminister für Außenhandel, S.E. Dr. Ahmed bin Mohammed Al Sayed, das 9. Weltinvestitionsforum in Doha.
In der hochrangigen Abschlussrunde wurden die wichtigsten Ergebnisse und die nächsten Aufgaben für mehr internationale Zusammenarbeit und Investitionen in nachhaltige Entwicklung vorgestellt.
Die Bilanz kann sich sehen lassen: Mehr als 5.000 Teilnehmer kamen nach Doha – mehr als erwartet –, dazu vier Regierungschefs, über 60 Minister und mehr als 400 Redner in über 80 Diskussionsrunden. Die Zahlen zeigten, wie ernst es der Welt mit nachhaltigen, inklusiven Investitionen sei, sagte Al Sayed. „Wir treffen uns in einem entscheidenden Moment – geprägt von geopolitischen Spannungen, zersplitterten Märkten und einer Welt voller Unbekannter.“
Dialog statt Zwietracht müsse das Leitprinzip sein, forderte der Staatsminister. Frieden und Stabilität seien die Basis nachhaltiger Investitionen; verantwortungsvolle Investitionen wiederum schafften Jobs, Entwicklung und dauerhaften Frieden. „Diese Überzeugung prägt Katars Haltung gegenüber der Welt: Wir suchen Frieden und Stabilität und streben nach Entwicklung und Wohlstand.“
Ob das Forum ein Erfolg war, zeige erst der nächste Schritt, sagte Al Sayed: wenn aus Partnerschaften Projekte und aus Zusagen echte Investitionen werden. Eine Investition messe sich am mobilisierten Kapital – und an den Chancen, die sie schaffe.
Für Katar sei das Forum kein Schlusspunkt, sondern Teil eines langen Engagements für offenen Handel, Dialog und nachhaltige Investitionen, betonte er. Gemeinsam mit der UNCTAD und den Partnern wolle man Ambitionen in messbare Fortschritte verwandeln.
„Die Zukunft der Investitionen hängt nicht am Kapitalfluss, sondern an der Zukunft, die wir gemeinsam bauen“, sagte Al Sayed zum Abschluss. „Doha wird seine Türen immer offen halten – als beste Adresse für Ihre Investitionen und Ihre künftigen Gespräche.“
Nan Li Collins, Investitionsdirektorin der UN-Organisation für Handel und Entwicklung (UNCTAD), zählte die Ergebnisse auf: neue Leitlinien zur Modernisierung von Investitionsabkommen, technische Hilfe für Entwicklungsländer, ein Bekenntnis zu verantwortungsvollen KI-Investitionen, mehr grüne Investitionen und blaue Wirtschaft, Partnerschaften für Meeresökonomien und kleine Inselstaaten sowie für Investitionen in Kunst, Zivilisation und Innovation.
Gemeinsam mit der Internationalen Fernmeldeunion wolle man Investoren für Instrumente gewinnen, die Entwicklungsländern beim Aufbau digitaler Grundinfrastruktur helfen, erklärte Collins. Auch beim Thema Weltraum sollen Entwicklungsländer nicht abgehängt werden.
Für ein nachhaltiges Unternehmensumfeld brauche es mehr Geld, gut ausgebildete Führungskräfte und eine Initiative zur Risikoteilung bei Investitionen, betonte sie – dazu Wissen, Forschung und Partnerschaften mit regionalen Institutionen.
UNCTAD-Interimschef Pedro Manuel Moreno lobte: Doha habe bewiesen, dass Dialog möglich ist. Regierungen, Institutionen und Privatwirtschaft hätten sich auf gemeinsame Prioritäten geeinigt – Zusammenarbeit, die aus Vereinbarungen Partnerschaften mache.
Moreno zufolge brachte das Forum mehr als 20 Ergebnisse in sechs Schwerpunktbereichen – darunter Investitionsregeln, KI, Finanzierung, Forschung und Unternehmertum. Dazu kamen drei regionale Investitionsberichte, neun neue Abkommen und ein Lenkungsausschuss für verantwortungsvolle KI-Investitionen.
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