QT-Chef zieht positive Bilanz für 2026
Doha, den 26. September /QNA/ Der Tourismussektor Katars habe im Jahre 2026 eine von Fortschritt, Widerstandsfähigkeit und tiefgreifendem Wandel geprägte Entwicklung durchlaufen, erklärte S.E. der Vorsitzende von Qatar Tourism und Visit Qatar, Saad bin Ali Al Kharji, anlässlich des Welttourismustages 2026.
„Der Welttourismustag bietet Gelegenheit, die Entwicklung des Tourismus und dessen Beitrag zur langfristigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wertschöpfung für unser Land eingehend zu betrachten“, sagte Al Kharji.
Wie er unter Bezugnahme auf die Rede Seiner Hoheit des Emirs Scheich Tamim bin Hamad Al Thani vor der UN-Generalversammlung hervorhob, beruhe Katars Widerstandsfähigkeit auf vorausschauender Planung, umfassender Vorbereitung sowie nachhaltigen Investitionen in die Menschen und die nationalen Fähigkeiten. Ebenjene Grundsätze, die für die Entwicklung des Landes insgesamt maßgeblich seien, spiegelten sich gleichermaßen in den Fortschritten des Tourismussektors wider.
Er berichtete, das Jahr 2026 habe für Katar im Zeichen von Fortschritt, Resilienz und Transformation gestanden und damit die Überzeugung gefestigt, dass sich die Zukunft des Tourismus nicht allein daran bemessen lasse, wie viele Menschen das Land empfange. Vielmehr komme es ebenso auf die Qualität der geschaffenen Erlebnisse und die Tragfähigkeit des sie umgebenden touristischen Ökosystems an.
Aufbauend auf dem Rekordwert von 5,1 Millionen Besuchern im Jahr 2025 habe Katar bis Ende August 2026 rund 2,338 Millionen Gäste empfangen. Ungeachtet regionaler Herausforderungen und damit verbundener Beeinträchtigungen des Reiseverkehrs habe die Branche ihre Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt, wobei insbesondere die enge Abstimmung zwischen staatlichen Stellen, Luftfahrt, Hotellerie und der Tourismuswirtschaft zur Stabilität des Sektors beigetragen habe.
Dieser Geist der Zusammenarbeit, so Al Kharji weiter, beschränke sich keineswegs auf Katar, sondern erstrecke sich auf den gesamten Golfkooperationsrat. Während Katar 2026 weiterhin seine Rolle als Tourismus-Hauptstadt des GCC wahrnehme, sei das Land entschlossen, sowohl die regionale Kooperation zu vertiefen als auch die touristische Vernetzung innerhalb der Golfregion voranzutreiben.
Gemeinsame Tourismusangebote, Fortschritte auf dem Weg zu einem einheitlichen GCC-Touristenvisum sowie aufeinander abgestimmte Werbemaßnahmen in wichtigen internationalen Märkten dürften nach seiner Einschätzung dazu beitragen, grenzüberschreitende Reisen innerhalb der Region reibungsloser zu gestalten, deren Attraktivität für internationale Gäste zu erhöhen und zugleich die gemeinsame Präsenz der GCC-Staaten auf dem globalen Tourismusmarkt zu stärken.
Betreffend das diesjährige Motto des Welttourismustages, „Digitale Agenda und künstliche Intelligenz zur Neugestaltung des Tourismus“, unterstrich Al Kharji, dass sich der darin zum Ausdruck kommende Wandel in Katar bereits konkret vollziehe. Technologie trage zunehmend dazu bei, sämtliche Etappen einer Reise zu vereinfachen und aufzuwerten, angefangen bei der digitalen Einreise über Hayya über die Entdeckung des Reiseziels und die individuelle Reiseplanung bis hin zum Zugang zu touristischen Erlebnissen.
Daneben ermögliche der Einsatz generativer künstlicher Intelligenz durch Visit Qatar eine intuitivere und stärker personalisierte Kommunikation mit Reisenden, während die digitalen Plattformen der Organisation das Auffinden von Veranstaltungen, Sehenswürdigkeiten und Freizeitangeboten im ganzen Land erleichterten, führte er fern aus. Die Entwicklung weiterer Instrumente, mit denen der Zugang zu Informationen und Ticketangeboten vereinfacht werde, füge sich in das übergeordnete Bestreben ein, ein möglichst nahtloses, digital unterstütztes Besuchererlebnis zu schaffen und zugleich den sich wandelnden Erwartungen der Reisenden Rechnung zu tragen.
Mit Blick auf 2027 ließ Al Kharji erkennen, dass der Schwerpunkt weiterhin auf der Entwicklung eines wettbewerbsfähigen, innovativen und zukunftsfesten Tourismussektors liegen werde, der für Katar dauerhafte Wertschöpfung erzeuge. Voraussetzung hierfür sei, das touristische Angebot kontinuierlich zu diversifizieren und qualitativ auszubauen, sei es in Kultur und Unterhaltung, im Sport und Wellnessbereich oder bei kulinarischen Erlebnissen. Zugleich müsse an jedem Berührungspunkt der Reise ein herausragendes Serviceniveau gewährleistet werden.
Nicht minder wichtig sei es, in diejenigen Menschen zu investieren, die hinter diesen Erlebnissen stünden. Initiativen wie die Service Excellence Academy sollten daher dazu beitragen, Kompetenzen innerhalb der Branche auszubauen und die Entwicklung hoch qualifizierter Fachkräfte im Tourismussektor nachhaltig zu fördern.
Im Einklang mit der National Vision 2030 von Katar könnten diese Anstrengungen, wie Al Kharji bekräftigte, die Diversifizierung der Wirtschaft unterstützen, zusätzliche Investitionen anziehen und dem Privatsektor neue Wachstumsmöglichkeiten eröffnen. Gleichzeitig werde damit Katars Position als international vernetztes Reiseziel weiter ausgebaut.
Abschließend würdigte Al Kharji die Zusammenarbeit mit den Partnern innerhalb Katars sowie auf regionaler und internationaler Ebene, deren Beiträge für die Verwirklichung dieser gemeinsamen Zielsetzung von grundlegender Bedeutung seien.
Der CEO von Visit Qatar, Ing. Abdulaziz Ali Al Mawlawi, verwies seinerseits darauf, dass der Welttourismustag 2026 in eine Phase tiefgreifender Veränderungen falle. Nicht nur die Art und Weise, wie Reiseziele mit potenziellen Besuchern in Kontakt träten, befinde sich im Wandel; ebenso grundlegend verändere sich, wie Menschen Reisen planten, touristische Angebote nutzten und Destinationen erlebten. Katar habe diesen Wandel aktiv aufgegriffen und parallel dazu sein touristisches Gesamtangebot kontinuierlich weiterentwickelt.
Trotz der regionalen Herausforderungen habe das Reiseziel seine Dynamik 2026 aufrechterhalten können. Getragen werde diese Entwicklung von einem zunehmend vielfältigen Angebot, das Sehenswürdigkeiten ebenso umfasse wie Kultur, Unterhaltung, Familienerlebnisse, Hotellerie, Gastronomie und Aktivitäten im Freien.
Hinzu komme ein stetig wachsendes Programm internationaler wie auch in Katar entwickelter Veranstaltungen. Der Qatar Calendar 2026/2027 vereine in Zusammenarbeit mit mehr als 780 Organisationen über 560 Veranstaltungen und schaffe damit über das gesamte Jahr hinweg zusätzliche Anlässe, Katar zu besuchen, neu zu entdecken und wiederholt zu bereisen.
Mit der kontinuierlichen Erweiterung des Angebots wachse zugleich die Verantwortung, den Aufenthalt für Besucher so unkompliziert und intuitiv wie möglich zu gestalten, gab Al Mawlawi zu bedenken. Technologie und künstliche Intelligenz nähmen hierbei eine Schlüsselrolle ein, da sie eine stärker vernetzte und bedarfsgerechte Reise ermöglichten, die bereits in jenem Moment beginne, in dem Reisende Inspiration suchten und ihren Aufenthalt planten, und bis zum Besuch von Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten vor Ort reiche.
„Visit Qatar gehörte zu den ersten Tourismusorganisationen der Region, die generative künstliche Intelligenz einsetzten; unser KI-gestützter Reiseassistent hilft Besuchern dabei, Katar zu entdecken, individuelle Reiseprogramme zusammenzustellen und ihren Aufenthalt auf der Grundlage personalisierter Interaktionen zu planen“, erklärte Al Mawlawi.
Auf dieser technologischen Grundlage werde derzeit eine einheitliche digitale Ticketing-Plattform aufgebaut, die im vierten Quartal 2026 an den Start gehen solle. Nach Al Mawlawis Angaben werde sie Besuchern, Veranstaltern, Tourismusunternehmen und weiteren Branchenpartnern als integriertes Portal dienen, den Zugang zu Veranstaltungen und Aktivitäten vereinfachen und damit größere Teile des touristischen Ökosystems Katars an einem zentralen digitalen Ort zusammenführen.
Darüber hinaus arbeite Visit Qatar daran, Reisenden einen noch unmittelbareren Zugang zum aktuellen Veranstaltungsgeschehen im Land zu ermöglichen. So biete das neue „Visit Qatar Widget“ direkt über das jeweilige Endgerät einen schnellen Überblick über bevorstehende Veranstaltungen und ergänze auf diese Weise die Visit-Qatar-App.
Dass deren Nutzerzahl von rund 105.000 im Jahr 2025 auf mehr als 230.000 im Jahr 2026 gestiegen sei, wertete Al Mawlawi als Beleg für die wachsende Bedeutung digitaler Technologien bei der Vernetzung internationaler Zielgruppen mit der Destination. Zugleich versetzten derartige Angebote Besucher in die Lage, ihren Aufenthalt gezielter zu planen und die vorhandenen touristischen Möglichkeiten umfassender auszuschöpfen.
Die Zukunftsperspektiven des Sektors seien erheblich, unterstrich Al Mawlawi abschließend. Visit Qatar werde sich deshalb nicht darauf beschränken, die internationale Nachfrage nach Katar als Reiseziel anzukurbeln, sondern zugleich jene Erlebnisse weiterentwickeln, auf denen die Attraktivität des Landes beruhe.
Gemeinsam mit seinen Partnern wolle Visit Qatar den Veranstaltungskalender weiter bereichern, das Freizeit- und Luxussegment ausbauen und Katars Stellung als führendes regionales Ziel für Geschäftsveranstaltungen festigen. Parallel dazu gelte es, eine hohe Servicequalität entlang der gesamten touristischen Wertschöpfungskette zu verankern.
Den Abschluss seiner Ausführungen bildete der Hinweis Al Mawlawis, dass Visit Qatar über seine internationale Präsenz, weltweite Kampagnen und digitale Plattformen ein noch breiteres Publikum erreichen wolle. Auf diese Weise solle zugleich ein nachhaltiges Wachstum des Tourismussektors gefördert werden, das Katar langfristig wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen bringe.
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