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UNESCO-Exekutivratspräsident: Bildung und Dialog im Kampf gegen Rassismus und Hass unverzichtbar

Katar

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Paris, den 26. September /QNA/ Wie S.E. der Präsident des UNESCO-Exekutivrats und Ständige Vertreter Katars bei der Organisation, Dr. Nasser bin Hamad Al Hanzab, erklärte, könne den Erscheinungsformen von Rassismus, Diskriminierung, Intoleranz und Hass nicht allein mit Gesetzen und Institutionen begegnet werden. Notwendig seien darüber hinaus eine stärkere Ausrichtung auf Bildung und Dialog sowie die Verankerung einer Kultur des gegenseitigen Respekts. 

Bildung, so Dr. Al Hanzab, bilde eines der tragfähigsten Fundamente des Friedens. Das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Bildung zu schützen bedeute daher im Kern, ihre Menschenwürde und ihre Zukunftschancen zu wahren und ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, an einer friedlicheren und gerechteren Zukunft mitzuwirken.

Al Hanzab äußerte sich anlässlich des Besuchs von Papst Leo XIV. am UNESCO-Sitz in Paris, an dem auch der Generaldirektor der UNESCO, Dr. Khaled El Enany, sowie der Präsident der Generalkonferenz, Khondker Mohammad Talha, teilnahmen. Es handelte sich um den ersten Besuch eines Papstes am Sitz der Organisation seit mehr als vier Jahrzehnten.

Angesichts einer Welt, die von wachsenden Herausforderungen, Konflikten und gesellschaftlichen Spaltungen geprägt sei, komme der Anwesenheit des Papstes bei der UNESCO eine weit über den Anlass hinausgehende Bedeutung zu, hob Al Hanzab hervor. Der Besuch vermittle der internationalen Gemeinschaft eine Botschaft der Hoffnung und führe zugleich vor Augen, wie wichtig es sei, einander zuzuhören, die gemeinsame Menschlichkeit zu bewahren und an jenen Werten festzuhalten, die Menschen und Völker über bestehende Unterschiede hinweg miteinander verbänden.

In einer an den Papst gerichteten Botschaft erklärte Al Hanzab: „Es ist mir eine große Ehre, Sie zu diesem historischen Besuch bei der UNESCO willkommen zu heißen. In einer Zeit, in der unsere Welt mit Ungewissheit sowie zunehmenden Konflikten und Spaltungen konfrontiert ist, vermittelt Ihre Anwesenheit unter uns eine Botschaft der Hoffnung und erinnert uns daran, wie wichtig es ist, einander zuzuhören, unsere gemeinsame Menschlichkeit zu bewahren und an den Werten festzuhalten, die uns verbinden und einen.“

Für ihn persönlich sei dieser Anlass auch deshalb von besonderer Bedeutung, führte Al Hanzab weiter aus, weil er Katar vertrete, ein Land, das dem Dialog, dem gegenseitigen Respekt und der Verständigung zwischen Religionen und Kulturen große Bedeutung beimesse. Gerade vor diesem Hintergrund biete der Besuch Gelegenheit, erneut ins Bewusstsein zu rufen, was die internationale Gemeinschaft erreichen könne, wenn sie sich für Dialog statt Spaltung und für Verständigung statt Ausgrenzung entscheide.

Mit Nachdruck rief der Präsident des UNESCO-Exekutivrats dazu auf, die internationalen Anstrengungen zur Bekämpfung sämtlicher Formen von Rassismus, Diskriminierung, Intoleranz und Hass zu intensivieren. Derartige Erscheinungen verletzten nicht nur die Würde des Einzelnen, sondern schwächten zugleich jene Bindungen, auf denen der gesellschaftliche Zusammenhalt beruhe. Ihnen entgegenzutreten dürfe sich deshalb keineswegs in gesetzlichen Regelungen oder institutionellen Maßnahmen erschöpfen; erforderlich seien vielmehr Bildung und Dialog sowie die nachhaltige Verankerung gegenseitigen Respekts im gesellschaftlichen Bewusstsein.

Unabhängig von Herkunft, Religion oder kulturellem Hintergrund habe jeder Mensch Anspruch darauf, in Würde zu leben, Gehör zu finden und sich als vollwertiger Teil seiner Gesellschaft und der gemeinsamen Menschheit verstehen zu können, bekräftigte Al Hanzab.

Einen zentralen Stellenwert räumte er in seiner Botschaft der Bildung und der Verantwortung gegenüber kommenden Generationen ein. Die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft erstrecke sich, wie er zu bedenken gab, insbesondere auf jene Kinder und Jugendlichen, denen die Welt von morgen überlassen werde, deren Bedingungen jedoch bereits heute geschaffen würden.

Bildung sei dabei weit mehr als lediglich ein grundlegendes Menschenrecht; sie stelle vielmehr eines der stärksten Fundamente dar, auf denen dauerhafter Frieden überhaupt entstehen könne. Daraus erwachse der internationalen Gemeinschaft die Verpflichtung, dieses Recht zu schützen, und zwar insbesondere dort, wo Konflikte, Vertreibung, Armut oder andere Krisen Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Bildung erschwerten oder gänzlich zu versperren drohten.

„Keinem Kind sollten seine Schule, seine Lehrkraft oder die Hoffnung vorenthalten werden, die ihm Bildung vermittelt. Bildung zu schützen heißt im Kern, die Menschenwürde, die Chancen des Einzelnen und die Möglichkeit einer friedlicheren und gerechteren Zukunft zu schützen“, berichtete Al Hanzab.

Dabei dürfe sich die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft seinen weiteren Ausführungen zufolge nicht darauf beschränken, jungen Menschen Hoffnung zu vermitteln. Ebenso entscheidend sei es, sie mit jenem Wissen, Selbstvertrauen und jenen Möglichkeiten auszustatten, die sie befähigten, diese Hoffnung in konkrete Wirklichkeit zu überführen und sich aktiv an der Gestaltung einer besseren Welt zu beteiligen.

Abschließend äußerte Al Hanzab die Hoffnung, der Besuch von Papst Leo XIV. bei der UNESCO möge dazu beitragen, das gemeinsame Bekenntnis zu Dialog, Bildung, Menschenwürde und Frieden weiter zu festigen. Zugleich solle er neue Entschlossenheit freisetzen, Rassismus und Diskriminierung konsequent entgegenzutreten, das Recht eines jeden Kindes auf Bildung zu schützen und dafür Sorge zu tragen, dass niemand aufgrund seiner Identität, Herkunft oder religiösen Überzeugung zurückgelassen werde.

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