Museum für Islamische Kunst zeigt Kulturerbe Usbekistans
Doha, den 25. August /QNA/ Mit 146 Exponaten aus mehr als 1.000 Jahren widmet das Museum für Islamische Kunst dem kulturellen Erbe Usbekistans eine große Ausstellung. „Uzbekistan: Heritage in Motion“ wird vom 3. September bis zum 28. November 2026 in Doha gezeigt.
Für das Projekt arbeitet das Museum mit der Art and Culture Development Foundation aus Usbekistan zusammen. Leihgaben aus 13 usbekischen Einrichtungen treffen dabei auf Werke aus wichtigen katarischen Sammlungen.
Die Ausstellung beginnt bei der Geschichte des achten Jahrhunderts und reicht bis in die Gegenwart. Monumentale Malerei, timuridische Bauteile, Manuskripte, Keramik, Schmuck und Textilien verdeutlichen die kulturelle Vielfalt des Landes.
„Wir freuen uns, Usbekistans Beitrag zu der islamischen Welt und dem gemeinsamen menschlichen Erbe präsentieren zu können“, sagte MIA-Direktorin Shaika Al Nassr. Doha biete die besondere Möglichkeit, die unterschiedlichen Traditionen islamischer Kunst und Kultur einem internationalen Publikum zugänglich zu machen.
In Zusammenarbeit mit der usbekischen Kulturstiftung führe das Museum eigene Bestände und weitere katarische Sammlungsobjekte mit wichtigen Leihgaben aus Usbekistan zusammen, erklärte Al Nassr. Über mehr als 13 Jahrhunderte hinweg werde eine Geschichte bemerkenswerter Ambitionen und kultureller Widerstandsfähigkeit sichtbar.
„Seit 30 Jahren hat es keine vergleichbar umfassende Darstellung des usbekischen Kulturerbes gegeben“, erläuterte Kuratorin Anastasiya Silkatcheva. Ihr gehe es darum, Usbekistan nicht als ein Land zu zeigen, das ausschließlich durch historische Monumente definiert werde.
Stattdessen stehe die fortwährende Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit im Vordergrund, so Silkatcheva weiter. Historische Formen, Materialien und Techniken würden von jeder Generation neu interpretiert.
Die vier Ausstellungsabschnitte beschreiben Usbekistan als einen Knotenpunkt verschiedener Zivilisationen. Historische Handelswege, imperiale Architektur, wissenschaftliche Traditionen und das Fortleben von Keramik- und Textilkunst werden dabei miteinander verbunden.
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