UN kritisieren israelische Vertreibungsdrohungen in Gaza
Genf, den 25. August /QNA/ Da Kinder im Gazastreifen Drachen steigen lassen, droht Israel den Bewohnern bestimmter Gebiete mit Vertreibung. Die Vereinten Nationen reagieren darauf mit scharfer Kritik und sprechen von einer „unannehmbaren Rhetorik“, die selbst von führenden Vertretern der israelischen Behörden ausgehe.
Deutliche Worte fand Ravina Shamdasani, Sprecherin des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte. „Was die Drohung betrifft, Menschen zu vertreiben, weil Kinder Drachen steigen lassen, hoffe ich, dass wir uns alle darin einig sind, dass dies beschämend ist“, sagte sie.
Aus den höchsten Ebenen der israelischen Behörden komme weiterhin eine Sprache, die nach Einschätzung der UN nicht hinnehmbar sei. Sie zeuge, so Shamdasani, von einer vollständigen Geringschätzung sowohl der internationalen Menschenrechtsnormen als auch des humanitären Völkerrechts.
Darüber hinaus werde mit solchen Äußerungen Gewalt befördert und angeheizt, die bis zu schwersten internationalen Verbrechen reichen könne, warnte die Sprecherin.
Sollten weiterhin Drachen gestartet werden, hatte Israel zuvor mit einer Intensivierung seiner Militäroperationen im Gazastreifen gedroht. Gleichzeitig kündigten die israelischen Behörden an, Bewohner aus denjenigen Gebieten zu vertreiben beziehungsweise zu evakuieren, aus denen die Drachen aufsteigen.
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