Größter Waldbrand Belgiens: Hunderte evakuiert
Brüssel, den 16. August /QNA/ Die belgischen Behörden haben am Samstag Hunderte Bewohner aus zwei Dörfern im Osten des Landes evakuiert, nachdem sich ein Waldbrand im Naturpark “Hautes Fagnes” nahe der deutschen Grenze auf mehr als 2.700 Hektar ausgedehnt hatte. Die Feuerwehr setzt ihre Löscharbeiten mit europäischer Unterstützung fort.
Rund 600 Menschen mussten ihre Häuser in Teilen der Dörfer “Sourbrodt” und "Bütgenbach" verlassen. Andere Anwohner wurden aufgefordert, in ihren Wohnungen zu bleiben und Türen sowie Fenster wegen des dichten Rauchs geschlossen zu halten.
Laut Sprecher der Region Wallonie, Nicolas Yernaux, ist das Feuer weiterhin außer Kontrolle. Es bestehe die Gefahr, dass die Flammen Häuser erreichen, weshalb alle verfügbaren Ressourcen mobilisiert würden.
An den Löscharbeiten beteiligen sich Feuerwehrkräfte aus ganz Belgien, die Streitkräfte sowie Einsatzteams aus Deutschland und Luxemburg. Auch Landwirte unterstützen mit eigenen Mitteln. Die für Belgien designierte EU-Kommissarin fürs Krisenmanagement, Hadja Lahbib, kündigte den Einsatz von drei Hubschraubern und zwei Löschflugzeugen an.
Das Feuer war am Freitag im Naturpark Hautes Fagnes ausgebrochen und hatte zunächst rund 80 Hektar zerstört, bevor es sich am Samstag auf über 2.700 Hektar ausweitete – der größte registrierte Waldbrand in Belgien und damit schlimmer als der Brand von 2011, der 1.400 Hektar vernichtete.
Auch im benachbarten Deutschland bereitet sich die Stadt "Monschau" auf mögliche Evakuierungen vor. Die Behörden betonten, dass es sich um eine Vorsichtsmaßnahme handle und Notunterkünfte vorbereitet würden.
Die Brände ereignen sich inmitten einer Hitzewelle, die Belgien und andere europäische Länder erfasst hat. Experten warnen davor, dass die heißen und trockenen Bedingungen die Ausbreitung und Dauer von Waldbränden erheblich begünstigen.
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