Die Hoffnung erlischt: Immer weniger Überlebenschancen nach Kolumbien-Erdbeben
Bogotá, den 16. August /QNA/ Die Hoffnung, Überlebende des Erdbebens zu finden, das vor fünf Tagen den Westen Kolumbiens erschütterte, schwindet angesichts der immer weiter geborgenen Leichen aus den Trümmern eingestürzter Gebäude. Die Zahl der Todesopfer ist auf 294 gestiegen, 320 Menschen werden noch vermisst und fast 4.000 wurden verletzt.
Die kolumbianische Katastrophenschutzbehörde berichtete gestern, dass sich mehr als zwei Drittel der Todesopfer auf die Städte Cali und Pereira konzentrieren. Rettungsteams suchen weiterhin nach Vermissten und bergen Leichen aus den Trümmern.
Feuerwehrhauptmann Alberto Hernández aus Cali erklärte, dass nur an einem Ort Lebenszeichen entdeckt wurden, wobei sich die Einsätze in den übrigen Gebieten auf die Bergung von Leichen konzentrieren.
Diese Katastrophe stellt die erste große Herausforderung für den neu gewählten Präsidenten Abelardo de la Espriella dar, der die Hilfs-, Wiederaufbau- und Hilfsmaßnahmen nach einer der schwersten Naturkatastrophen in der Geschichte Kolumbiens leiten wird.
Am 10. August erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,4 den Westen Kolumbiens. Das Epizentrum lag in der Gemeinde San José del Palmar in der Region Chocó. In mehreren Gebieten stürzten Gebäude ein, und es entstanden erhebliche Schäden.
Das Erdbeben galt als das stärkste, das das Land im 21. Jahrhundert getroffen hat. Anhaltende Nachbeben behinderten die Such- und Rettungsmaßnahmen.
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