Katar verurteilt iranische Aggression…Palästina bleibt zentrale Frage
Wien, den 12. September /QNA/ Der Staat Katar hat die Angriffe der Huthi-Gruppe auf zivile und wirtschaftliche Infrastruktur in Saudi-Arabien sowie die eskalierende Aggression der Islamischen Republik Iran gegen Gebiete mehrerer befreundeter arabischer Staaten aufs Schärfste verurteilt. Zudem hat er seine absolute Ablehnung jeglicher Pläne zur Vertreibung des palästinensischen Volkes bekräftigt.
Dies wurde in der offiziellen Erklärung von Seiner Exzellenz Jassim Yacoub Al Hammadi, dem Botschafter des Staates Katar in der Republik Österreich und Ständigen Vertreter beim Büro der Vereinten Nationen und Internationalen Organisationen in Wien, im Rahmen der Sitzung des Gouverneursrats der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) zum Ausdruck gebracht. Die Erklärung erfolgte im Rahmen des Tagesordnungspunktes „Iranische Aggression gegen arabische Staaten und die Lage in den besetzten palästinensischen Gebieten“.
Der Botschafter verurteilte die wiederholten Angriffe der Huthi-Gruppe auf zivile und wirtschaftliche Einrichtungen in Saudi-Arabien sowie auf Handelsschiffe im Roten Meer aufs Schärfste. Diese Angriffe bedrohten die Sicherheit und Freiheit der internationalen Schifffahrt. Des Weiteren bekräftigte Seine Exzellenz die unerschütterliche Solidarität Katars mit Saudi-Arabien und unterstützte alle legitimen Maßnahmen des Königreichs zur Wahrung seiner Souveränität, Sicherheit und territorialen Integrität angesichts dieser Aggressionen.
Zudem verurteilte Seine Exzellenz Al Hammadi die erneuten Angriffe Irans auf Jordanien, Bahrain, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate. Diese Angriffe bezeichnete er als eklatanten Verstoß gegen die Souveränität und territoriale Integrität dieser Länder sowie als eklatante Missachtung des Völkerrechts, der Charta der Vereinten Nationen und der Grundsätze guter Nachbarschaft.
In diesem Zusammenhang erinnerte der ständige Vertreter an die Resolution 2817 des Sicherheitsrates vom März 2026. Diese richtet sich gegen iranische Angriffe auf arabische Staaten, verurteilt sie aufs Schärfste, fordert Teheran dringend auf, jegliche völkerrechtswidrigen Handlungen oder Drohungen unverzüglich zu unterlassen, und bekräftigt den Grundsatz der Schifffahrtsfreiheit in der Straße von Hormus. Der ständige Vertreter bekräftigte Katars Aufruf zur Rückkehr zum Dialog und zur Deeskalation am Golf. Er betonte, dass die anhaltenden Aggressionen die diplomatischen Bemühungen untergrüben und das regionale Vertrauensdefizit verschärften. Er erinnerte daran, dass der Iran die volle rechtliche Verantwortung für diese Handlungen trage, deren Auswirkungen die Energiesicherheit, den Welthandel und die internationale Stabilität schwer belasteten.
Mit Blick auf die Palästina-Frage betonte Al Hammadi, dass die Krise am Golf die zentrale Bedeutung dieser Frage nicht in den Schatten stellen dürfe. Er bezeichnete sie als „eine offene Wunde im Gewissen der Menschheit“. Er verurteilte die Straflosigkeit Israels bei der Missachtung internationaler Resolutionen und warnte vor den schwerwiegenden Äußerungen israelischer Beamter, die eine Vertreibung der Palästinenser aus dem Gazastreifen befürworteten. Er bekräftigte Katars kategorische Zurückweisung dieser expansionistischen Projekte, die schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht und die Resolution 2334 darstellten, sowie die Gefährdung der internationalen Friedensbemühungen, insbesondere des umfassenden Plans, der durch die Resolution 2803 des UN-Sicherheitsrats unterstützt wird.
Der Ständige Vertreter des Staates Katar in Wien betonte zudem, dass der Gazastreifen ein integraler Bestandteil des besetzten palästinensischen Gebiets sei. Er bekräftigte, dass der einzige Weg zu einem gerechten und dauerhaften Frieden in der Umsetzung der Zwei-Staaten-Lösung sowie in der Errichtung eines unabhängigen palästinensischen Staates auf der Grundlage der Grenzen vom 04. Juni 1967 mit Ostjerusalem als Hauptstadt liege – im Einklang mit den einschlägigen Resolutionen der internationalen Gemeinschaft.
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