ILO-Bericht: Jugendarbeitslosigkeit im Jahr 2025 gestiegen
Genf, den 12. August /QNA/ Die weltweite Jugendarbeitslosigkeit ist im vergangenen Jahr gestiegen – mit deutlichen Zuwächsen vor allem in einkommensstarken Volkswirtschaften. Das geht aus dem Jahresbericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hervor, der am Dienstag veröffentlicht wurde.
Die Arbeitslosenquote der 15- bis 24-Jährigen lag 2025 bei 12,4 Prozent – ein leichter Anstieg gegenüber 12,3 Prozent im Jahr 2024. Das entspricht rund 67 Millionen jungen Menschen ohne Arbeit. Zugleich stieg der Anteil der Jugendlichen, die weder arbeiten noch zur Schule gehen oder eine Ausbildung absolvieren, auf 20 Prozent – das sind mehr als 257 Millionen Personen. Für die Jahre 2026 und 2027 rechnet die ILO mit einer Stabilisierung bei 12,3 Prozent.
Der Bericht zeigt, dass technologische Entwicklungen – insbesondere der wachsende Einfluss Künstlicher Intelligenz – die Arbeitsmarktchancen junger Menschen verändern. Klassische Einstiegspositionen wie Büro- und Verwaltungstätigkeiten, Dienstleistungs- und Verkaufsjobs sowie Beschäftigung in der verarbeitenden Industrie und bestimmten technischen Berufen seien rückläufig.
Sukti Dasgupta, Direktorin der Abteilung für Beschäftigung, Kompetenzen und nachhaltige Institutionen bei der ILO, erklärte auf einer Pressekonferenz: „6,1 Prozent der derzeit von jungen Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren ausgeübten Jobs gehören zu den Berufen, die stark von Veränderungen durch Künstliche Intelligenz betroffen sind.“ Sollten zehn Prozent dieser KI-gefährdeten Arbeitsplätze wegfallen, wären 5,6 Millionen junge Menschen – insbesondere in einkommensstarken Ländern – von Arbeitslosigkeit, einem Berufswechsel oder dem Ausscheiden aus dem Arbeitsmarkt betroffen.
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