Analysten betonen die Wichtigkeit des Besuchs Seiner Hoheit des Emirs in Syrien für sowohl den Wiederaufbau als auch die Erreichung von Stabilität
Doha, den 30. Januar /QNA/ Analysten betonten die Bedeutung des Besuchs Seiner Hoheit des Emirs, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, in Syrien im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen Katar und Syrien nach einer 13-jährigen Unterbrechung. Dieser Besuch unterstreicht die Rolle Dohas bei der Unterstützung des syrischen Volkes und seiner Bestrebungen, selbst als die internationale Gemeinschaft die Hoffnung auf einen positiven Wandel in Syrien aufgegeben zu haben schien.
In einem Gespräch gegenüber der Katarischen Nachrichtenagentur (QNA) wiesen Analysten auf die erwartete Rolle Katars beim Wiederaufbau Syriens sowie beim Erfolg der Übergangsregierung hin, um Stabilität zu gewährleisten und zu einem umfassenden politischen Prozess beizutragen, der es Syrien ermöglichen wird, voranzukommen.
Dr. Khaled Walid Mahmoud, Schriftsteller und politischer Analyst, erklärte, dass der Besuch Seiner Hoheit des Emirs eine besondere Symbolik habe, da er der erste Besuch eines arabischen Staatsoberhaupts in Syrien seit dem Umsturz des ehemaligen Regimes sei. Dies sei ein Wendepunkt in der Region.
Er fügte hinzu, dass dieser Besuch in einer Zeit politischer und sicherheitsbezogener Veränderungen in der Region stattfindet, da mehrere Länder versuchen, ihre Beziehungen zu Syrien unter Berücksichtigung politischer, wirtschaftlicher und humanitärer Aspekte neu zu definieren. Im politischen Bereich könnte der Besuch diplomatische Kanäle eröffnen, die eine nachhaltige politische Lösung erleichtern, indem die Beziehungen Katars zu wichtigen internationalen Akteuren wie den Vereinigten Staaten und der Türkei und seine Position als vertrauenswürdiger Vermittler genutzt werden.
Darüber hinaus hob der Analyst die wirtschaftlichen Auswirkungen des Besuchs hervor. Katar könnte seine Rolle bei den Wiederaufbaubemühungen festigen, insbesondere in Schlüsselsektoren wie Energie, Verkehr und Wohnungsbau, und dabei seine Erfahrung im Infrastrukturbereich nutzen. Als einer der weltweit größten Erdgasproduzenten könnte Katar auch Investitionsmöglichkeiten in diesem Sektor in Syrien erkunden, was neue Perspektiven für die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern eröffnen könnte.
Auf humanitärer Ebene erwartet Dr. Mahmoud eine verstärkte Unterstützung der syrischen Bevölkerung durch Katar, sowohl durch direkte Hilfe als auch durch Entwicklungsprojekte zur Verbesserung der Lebensbedingungen, insbesondere in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Sozialwesen. Er erinnerte daran, dass die bisherige Bilanz Katars bei der humanitären Unterstützung in Syrien den Weg für eine Ausweitung dieser Unterstützung ebnen kann, um die aktuellen Herausforderungen im Land zu bewältigen.
Dr. Ahmed Qasim Hussein, Forscher am arabischen Zentrum für Forschung und Politikstudien und Chefredakteur der Zeitschrift „Arab Policies“, betonte, dass der Besuch Seiner Hoheit des Emirs der Höhepunkt der konsequenten Haltung Katars in der Syrien-Frage sei, die SH der Emir in arabischen und internationalen Foren mehrfach zum Ausdruck gebracht habe. Damit unterstütze Seine Hoheit das syrische Volk im Kampf für Freiheit und in der Konfrontation. Der Besuch verstärke die bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern und spiegele die wachsende Rolle Katars auf der politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Ebene in Syrien wider.
In diesem Zusammenhang hat Doha seine Botschaft in Damaskus wieder eröffnet und nach fast 14 Jahren der Schließung erneut die katarische Flagge gehisst. Dieser Schritt unterstreicht das Engagement Katars für die Stärkung der diplomatischen Beziehungen zu Syrien.
In Bezug auf Sicherheitsfragen erklärte Hussein, dass sich die Bemühungen Katars auf die Unterstützung der Stabilität Syriens sowie auf die Schaffung staatlicher Institutionen auf rechtlicher und entwicklungspolitischer Basis konzentrieren sollten. Das katarische Außenministerium hat betont, wie wichtig es ist, dass der Staat die Anwendung von Gewalt im Rahmen einer nationalen Armee monopolisiert, die alle Syrer vertritt, um die Einheit und Souveränität des Landes zu wahren und den Weg für einen umfassenden politischen Wandel zu ebnen.
Dr. Mahjoob Zweiri, Professor für Politik des modernen Nahen Ostens an der Universität Katar, betonte, dass dieser Besuch von großer Bedeutung sei, da er der erste Besuch eines arabischen und internationalen Staatsoberhaupts seit dem Erfolg der syrischen Revolution sei. Zweiri erklärte, dass der Besuch Katars Engagement für die politische und wirtschaftliche Stabilität Syriens und seine Unterstützung für die Rückkehr des Landes in sein arabisches Umfeld widerspiegele, um das Leid des syrischen Volkes zu beenden.
Er fügte hinzu, dass diese Unterstützung Teil von Katars Vision einer wirksamen Rolle der arabischen Welt beim Wiederaufbau Syriens sei, wobei die Unabhängigkeit der politischen Entscheidungen und der Schutz der Rechte der Bevölkerung garantiert werden. Er betonte, dass dieser Besuch Katars feste Haltung gegenüber Syrien bekräftige, und zwar, um Syrien als ein stabiles Land zu sehen. Syrien soll eine aktive Rolle im Nahen Osten spielen, frei von ausländischen Interventionen, die die Suche nach einer politischen Lösung jahrelang behindert haben.
Zweiri betonte außerdem, dass Katar sich weiterhin für den Wiederaufbau Syriens einsetzt und dabei sein Netzwerk internationaler Beziehungen und seinen Ruf als Land, das sich für Frieden und Stabilität in der Region und weltweit einsetzt, nutzt. Dank seiner engen Beziehungen zu verschiedenen internationalen und regionalen Akteuren ist Katar in der Lage, die notwendige Unterstützung für den Wiederaufbau der syrischen Infrastruktur zu mobilisieren und die Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung zu schaffen, die Syrien wieder einen Platz auf der arabischen und internationalen Bühne verschafft.
Englisch
Français
Deutsch
Español