Deutschland verdoppelt seine Wachstumsprognose für 2026
Berlin, den 03. September /QNA/ Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum in diesem Jahr von 0,5 % auf 1,2 % angehoben und begründete dies mit einer besser als erwarteten Exportentwicklung. In seinem Herbstausblick erklärte das Institut, dass das BIP der größten Volkswirtschaft Europas im Jahr 2027 voraussichtlich um 1 % und im Jahr 2028 um 0,7 % wachsen werde – eine Anhebung gegenüber der Prognose vom Juni, die von einem Wachstum von 0,5 % im Jahr 2026 und 0,8 % im Jahr 2027 ausgegangen war. Die deutliche Korrektur der diesjährigen Prognose ist in erster Linie auf die unerwartet starke Entwicklung des Außenhandels zu Beginn des Sommers zurückzuführen.
Geraldine Dani-Knedlich, Leiterin des Teams für Wirtschaftsprognosen und -politik am DIW, erklärte, dass sich die deutsche Wirtschaft etwas besser als erwartet erhole, sich aber weiterhin auf wackligem Boden befinde. Sie fügte hinzu, dass die Abschwächung des Ölpreisanstiegs auf die Freigabe strategischer Reserven zurückzuführen sei, während die Exporte durch Sonderfaktoren beflügelt worden seien. Sie warnte jedoch davor, dass diese beiden Faktoren die Wirtschaft möglicherweise nicht nachhaltig stützen können. Das deutsche BIP wuchs im ersten Quartal dieses Jahres um 0,4 Prozent und im zweiten Quartal um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal, was nach dem Wachstum im letzten Quartal 2025 das dritte Quartal in Folge mit Wirtschaftswachstum darstellt.
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