USA und China erörtern KI, Handel und internationale Fragen
Washington, den 25. September /QNA/ US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping erörterten bei ihrem gestrigen Gipfeltreffen im Weißen Haus die Beziehungen zwischen beiden Ländern – einschließlich Handel, Künstlicher Intelligenz und Sicherheit – sowie diverse internationale und regionale Themen.
US-Medien berichteten, Trump habe erklärt, die USA und China hätten bei Handels- und anderen Fragen bedeutende Fortschritte erzielt. Er verwies darauf, dass beide Länder auf ausgewogene Handelsbeziehungen hinarbeiteten, und betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit sowie der Wahrnehmung gemeinsamer Interessen. Zudem bezeichnete er sein Verhältnis zu Xi Jinping als eine großartige Freundschaft, die auf gegenseitigem Respekt und den lebenswichtigen Interessen beider Völker beruhe.
Xi Jinping erklärte seinerseits, die Wirtschafts- und Handelsdelegationen beider Länder hätten eine neue Gesprächsrunde abgehalten und eine neue gemeinsame Vereinbarung getroffen; dies sei eine gute Nachricht für die Industrie, die Bevölkerung beider Länder und die Weltwirtschaft.
Wie die chinesische Nachrichtenagentur "Xinhua" meldete, betonte Präsident Xi, dass zur Stabilisierung der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen China und den USA die Kooperationsbereiche ausgeweitet und die Liste der Streitpunkte verringert werden müssten.
In diesem Zusammenhang gab US-Finanzminister Scott Bessent bekannt, dass Washington und Beijing einer Verlängerung ihres Handelsfriedens bis zum 10. Januar 2027 zugestimmt hätten. Dies schaffe mehr Zeit für die Fortsetzung der Verhandlungen über offene Handels- und Wirtschaftsfragen.
Einzelheiten zu der neuen Handelsvereinbarung wurden noch nicht bekannt gegeben. Zu den zentralen Themen gehören Zölle, chinesische Käufe von US-Produkten, die Versorgung mit Seltenen Erden sowie Technologiebeschränkungen.
Zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) äußerte sich Trump dahingehend, dass Technologie und KI – von ihm als „Superintelligenz“ bezeichnet – zu den wichtigen Themen in den Beziehungen zwischen den USA und China zählten. Er betonte, dass Entscheidungen beider Länder in diesen Bereichen zu Frieden und Wohlstand in den kommenden Jahrzehnten beitragen könnten, und fügte hinzu, die USA und China sollten den Dialog fortsetzen sowie die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet verstärken.
Der chinesische Präsident rief die beiden Länder dazu auf, die jeweiligen Stärken im Bereich der Künstlichen Intelligenz zu nutzen, den Dialog und den Austausch über Risiken und Chancen fortzuführen sowie gemeinsam daran zu arbeiten, einen Missbrauch zu verhindern und sicherzustellen, dass Entwicklung und Einsatz unter menschlicher Kontrolle bleiben und dem Wohlergehen der Menschen dienen. Die beiden Präsidenten unterstrichen, wie wichtig Zusammenarbeit und der Umgang mit Differenzen zwischen ihren Ländern sind. Zudem erörterten sie verschiedene internationale und regionale Themen, darunter die Lage im Nahen Osten, die Ukraine-Krise und die Situation auf der koreanischen Halbinsel.
Hinsichtlich der Lage im Nahen Osten rief Xi die USA und den Iran dazu auf, auf den Weg des Dialogs und der Verhandlungen zurückzukehren. Er bekundete Chinas Unterstützung für eine Rückkehr beider Seiten zu der in Islamabad erzielten Absichtserklärung, um ein umfassendes Abkommen zur Atomfrage sowie zu weiteren Themen zu erreichen.
Der Gipfel folgt auf ein Treffen der beiden Präsidenten im vergangenen Mai in Beijing; damals hatten sie vereinbart, eine konstruktive Beziehung zwischen den USA und China aufzubauen, die auf strategischer Stabilität beruht sowie zugleich die Zusammenarbeit stärkt und den Umgang mit Differenzen zwischen den beiden Ländern regelt.
Für Xi ist der Besuch in Washington der erste seit mehr als einem Jahrzehnt, wohingegen das aktuelle Treffen die zweite persönliche Begegnung der beiden Präsidenten in diesem Jahr darstellt. Es findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem beide Seiten bestrebt sind, ihre Handelsbeziehungen zu stabilisieren und verbleibende Differenzen einzugrenzen, während sie gleichzeitig strategische Fragen behandeln, die über die bilateralen Beziehungen hinaus auch sowohl die regionale, als auch internationale Sicherheit und Stabilität betreffen.
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