Katar nimmt am hochrangigen Ministertreffen der Globalen Allianz für die Umsetzung der Zwei-Staaten-Lösung teil
New York, den 25. September /QNA/ Der Staat Katar nahm heute an dem hochrangigen Ministertreffen der Globalen Allianz für die Umsetzung der Zwei-Staaten-Lösung teil, das am Rande der 81. Tagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York stattfand.
S.E. Dr. Mohammed bin Abdulaziz bin Saleh Al Khulaifi, Staatsminister im Außenministerium, vertrat den Staat Katar bei diesem Treffen.
In seiner Ansprache beim Treffen würdigte der Staatsminister das Königreich Saudi-Arabien, das Königreich Norwegen und die Europäische Union für die Einberufung dieser Zusammenkunft sowie für ihre maßgeblichen Bemühungen, die Initiative zur Zwei-Staaten-Lösung voranzubringen. Diese Lösung genießt breite Akzeptanz als Weg zu einer umfassenden, gerechten und dauerhaften Beilegung der Palästina-Frage und zur Verwirklichung eines nachhaltigen Friedens im Nahen Osten.
Seine Exzellenz bekräftigte den Standpunkt Katars, dass es keine Alternative zur Einhaltung des Völkerrechts und der Resolutionen zur internationalen Legitimität sowie zur Umsetzung der Zwei-Staaten-Lösung gibt. Dies beinhaltet die Errichtung eines unabhängigen, souveränen und lebensfähigen palästinensischen Staates auf der Grundlage der Grenzen vom 04. Juni 1967 mit Ostjerusalem als Hauptstadt, der in Sicherheit und Frieden an der Seite Israels existiert und internationale Anerkennung sowie die volle UN-Mitgliedschaft genießt. Seine Exzellenz würdigte die Länder, die den Staat Palästina bereits anerkannt haben, und rief alle Nationen dazu auf, diesem Beispiel zu folgen.
Seine Exzellenz erklärte, dass dieser Weg Frieden und Sicherheit für alle gewährleiste sowie das historische Unrecht beende, das seit Jahrzehnten fortbestehe – trotz der Verurteilung durch die internationale Gemeinschaft sowie zahlreicher Resolutionen, ebenso auch Urteile der Vereinten Nationen und des Internationalen Gerichtshofs, die die Rechtswidrigkeit der Besatzung und der damit verbundenen unrechtmäßigen Praktiken bestätigen.
Seine Exzellenz hob hervor, dass der Staat Katar unermüdlich seine bekannten Bemühungen fortsetze, um eine friedliche Lösung der Palästina-Frage zu erreichen und Frieden im Nahen Osten zu schaffen. Dies spiegele die feste Haltung Katars und sein grundlegendes Engagement für die Beilegung von Konflikten mit friedlichen Mitteln wider sowie seine Solidarität mit dem brüderlichen palästinensischen Volk und dessen legitimen, unveräußerlichen Rechten.
Im Einklang mit diesem Bekenntnis zu einer friedlichen Lösung hat der Staat Katar weiterhin eine aktive Rolle – sowohl auf regionaler, als auch auf internationaler Ebene – bei den Bemühungen zur Erreichung dieses Ziels gespielt, sei es im Rahmen dieser Koalition, der Vereinten Nationen, der Arabischen Liga oder der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC). Seine Exzellenz wies darauf hin, dass Katar auch aktiv an der internationalen Konferenz zur friedlichen Beilegung der Palästina-Frage und zur Umsetzung der Zwei-Staaten-Lösung teilgenommen habe; insbesondere habe das Land gemeinsam mit Kanada und Mexiko den Vorsitz der Arbeitsgruppe zu „Friedensnarrativen“ geführt und zur Ausarbeitung der „New York Declaration“ beigetragen. Dieses Dokument dient als wesentliches Ergebnisprotokoll, schafft einen Ausgangspunkt für ein nachhaltiges internationales Engagement und skizziert praktische Schritte, die das Bekenntnis der internationalen Gemeinschaft zu ihrer Verantwortung konkretisieren.
Seine Exzellenz erklärte, dass die Ereignisse des vergangenen Jahres eine beispiellose Bedrohung darstellten, welche die Aussichten auf die Verwirklichung der Zwei-Staaten-Lösung untergrabe und den Frieden in immer weitere Ferne rücke. Seine Exzellenz hob insbesondere folgende Punkte hervor: israelische Maßnahmen zur Durchsetzung von Souveränität und zur De-facto-Annexion des Westjordanlandes; die Beschlagnahme palästinensischen Landes zur Ausweisung als sogenanntes „Staatsland“; den Ausbau illegaler Siedlungen in den besetzten Gebieten – speziell das Projekt im “E1-Gebiet”; die gefährlichen Praktiken und die Gewalt extremistischer Siedler im Westjordanland; sowie Versuche, den religiösen und historischen Status islamischer bzw. christlicher heiliger Stätten zu verändern, einhergehend mit der Verletzung der Heiligkeit der Al-Aqsa-Moschee durch Siedler und israelische Amtsträger. Seine Exzellenz merkte an, dass der Staat Katar diese Verstöße verurteilt habe, und betonte, dass die internationale Gemeinschaft in der Pflicht stehe, diesen unter Einhaltung des Völkerrechts und der internationalen Legitimität mit allen verfügbaren Mitteln wirksam zu begegnen sowie Bedingungen zu schaffen, die der Zwei-Staaten-Lösung förderlich seien.
Seine Exzellenz betonte, dass der Gazastreifen ein integraler Bestandteil des palästinensischen Gebiets ist; folglich stellen der Krieg gegen den Streifen und die daraus resultierende katastrophale Krise eine ernste Bedrohung für die Zwei-Staaten-Lösung sowie für Frieden, Sicherheit und Stabilität dar.
Diesbezüglich wies Seine Exzellenz darauf hin, dass der Staat Katar – gemeinsam mit der Arabischen Republik Ägypten, den Vereinigten Staaten von Amerika und der Republik Türkei – nachdrückliche Anstrengungen unternommen hat, um eine Waffenstillstandsvereinbarung zu erzielen.
Seine Exzellenz fügte hinzu, dass Katar seine Bemühungen fortsetzt – unter anderem im Rahmen des Friedensrats –, um die Umsetzung des Friedensplans für Gaza sowie der Resolution 2803 des UN-Sicherheitsrats, mit der dieser Plan verabschiedet wurde, zu gewährleisten.
Seine Exzellenz hob hervor, dass der Staat Katar konkrete und nachhaltige Anstrengungen unternommen hat, um das humanitäre Leid ein Ende zu setzen sowie die humanitären und wirtschaftlichen Bedingungen zu verbessern, und dass Katar weiterhin Hilfs- und Entwicklungsunterstützung für das palästinensische Volk leistet – einschließlich der Maßnahmen im Rahmen des UN-Systems. Seine Exzellenz bekräftigte das Engagement Katars, diese diplomatischen und humanitären Bemühungen fortzusetzen und verschiedene ernsthafte Initiativen zu unterstützen, die dazu dienen, praktische und wirksame Schritte zur Erreichung von Frieden, Sicherheit und Stabilität zu unternehmen.
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