Katar beim 19. Ministertreffen der Global Governance Group vertreten
New York, den 23. September /QNA/ Ausgehend von seinem Bekenntnis zum Völkerrecht und zur Charta der Vereinten Nationen sei Katar überzeugt, dass die wachsenden globalen Herausforderungen nur durch gemeinsame Lösungen, aufrichtige Zusammenarbeit und einen am Gemeinwohl orientierten politischen Willen bewältigt werden können. Dies erklärte S.E. Dr. Mohammed bin Abdulaziz bin Saleh Al Khulaifi, Staatsminister im katarischen Außenministerium, beim 19. Ministertreffen der Global Governance Group (3G) am Rande der 81. Tagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York.
Al Khulaifi betonte, Katar betrachte die Global Governance Group als wichtigen Rahmen zur Stärkung des Vertrauens in die internationale Ordnung sowie zur Förderung der Solidarität zwischen Staaten und regionalen Gruppierungen.
Zugleich unterstrich er die Notwendigkeit, die Souveränität der Staaten über ihr Hoheitsgebiet und ihre Grenzen uneingeschränkt zu achten sowie am Grundsatz der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten festzuhalten. Darüber hinaus sprach er sich für eine engere Abstimmung zwischen der Global Governance Group und dem System der Vereinten Nationen aus.
Mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen in der Straße von Hormus erklärte der Staatsminister, die Freiheit der Schifffahrt in der strategisch wichtigen Wasserstraße sei ein unverrückbarer und nicht verhandelbarer Grundsatz. Vorrang habe derzeit die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs im Einklang mit dem Völkerrecht und den einschlägigen Entscheidungen des Sicherheitsrates.
Eine anhaltende Sperrung der Meerenge gefährde nicht nur die vitalen Interessen der Staaten der Region, sondern auch die Stabilität der Weltwirtschaft, warnte Al Khulaifi. Einschränkungen des Seehandels führten zu steigenden Transportkosten und könnten sich auf die globalen Märkte für Nahrungsmittel und Düngemittel auswirken.
„Die Eindämmung der Eskalation hat höchste Priorität. Ebenso dringend ist es, den diplomatischen Bemühungen erneut Raum zu geben“, sagte er.
Als Vermittler setze sich Katar dafür ein, die Straße von Hormus möglichst rasch wieder für den internationalen Schiffsverkehr zu öffnen. Künftige Regelungen zur Verwaltung der Meerenge müssten auf regionalem Konsens beruhen und im Einklang mit dem Völkerrecht stehen. Nur auf dieser Grundlage ließen sich Sicherheit und Stabilität in der Region dauerhaft gewährleisten.
Ein weiterer Schwerpunkt der Rede galt dem digitalen Wandel und der künstlichen Intelligenz. Al Khulaifi bekräftigte Katars Bestreben, in beiden Bereichen eine führende Rolle einzunehmen und technologische Innovationen für nachhaltige Entwicklung und gesellschaftlichen Fortschritt nutzbar zu machen.
Das Regierungsprogramm für künstliche Intelligenz des Ministeriums für Kommunikation und Informationstechnologie ermögliche es staatlichen Einrichtungen, innovative KI-Projekte zur Verbesserung der Dienstleistungsqualität insbesondere in den Bereichen Bildung und Gesundheit umzusetzen, erläuterte der Staatsminister.
Zudem verwies er auf die Forschungsaktivitäten der Qatar Foundation für Bildung, Wissenschaft und gesellschaftliche Entwicklung. Diese konzentrierten sich unter anderem auf arabische Sprachtechnologien, KI-Anwendungen zum gesellschaftlichen Nutzen, Grundlagen- und Anwendungsforschung im Bereich künstlicher Intelligenz sowie Fragen der KI-Governance und Bildung. Weitere Schwerpunkte seien digitale Gesundheit und Cybersicherheit.
In diesem Zusammenhang hob Al Khulaifi auch die von der Hamad Bin Khalifa University initiierte „Global Alliance for AI Ethics“ hervor, die am Rande des ersten globalen Dialogs der Vereinten Nationen zur Governance künstlicher Intelligenz in Genf vorgestellt wurde.
Internationale Zusammenarbeit sei für die Entwicklung und Steuerung von KI-Technologien unverzichtbar, betonte der Staatsminister. Die Vorteile künstlicher Intelligenz müssten der gesamten Menschheit zugutekommen. Gleichzeitig gelte es sicherzustellen, dass entsprechende Programme flexibel gestaltet und auch für Staaten des Globalen Südens zugänglich seien.
Abschließend bekräftigte Al Khulaifi die fortdauernde Unterstützung Katars für die Arbeit der Global Governance Group und deren Bemühungen um eine wirksamere und inklusivere internationale Zusammenarbeit.
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