Die Ständige Vertreterin Katars bei den Vereinten Nationen sagte gegenüber „QNA“, die Partnerschaft Katars mit den Vereinten Nationen basiert auf Multilateralismus und der Entwicklung von Lösungen
Doha, den 20. September /QNA/ Ihre Exzellenz Scheicha Alya Ahmed bin Saif Al Thani, Ständige Vertreterin des Staates Katar bei den Vereinten Nationen, bekräftigte, dass die etablierte und wachsende strategische Partnerschaft zwischen dem Staat Katar bzw. den Vereinten Nationen auf Katars Engagement für eine aktive Beteiligung als Mitglied der internationalen Gemeinschaft und auf der Erkenntnis beruht, dass das Ausmaß der Herausforderungen, vor denen unsere Region und die Welt stehen, die Kapazitäten eines einzelnen Landes übersteigt.
Ihre Exzellenz betonte, dass multilaterales Handeln im Rahmen der Vereinten Nationen das beste Mittel sei, um diese Herausforderungen zu bewältigen.
In einer exklusiven Erklärung gegenüber QNA anlässlich der 81. Tagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNGA 81) erklärte Ihre Exzellenz, dass die Partnerschaft zwischen dem Staat Katar und den Vereinten Nationen auf drei Säulen ruht: einem festen Bekenntnis zur UN-Charta, zum Völkerrecht und zur multilateralen internationalen Zusammenarbeit; kontinuierlicher praktischer Unterstützung für die Organisation und ihre Unterorganisationen sowie einem aktiven Beitrag zur Lösungsentwicklung.
Ihre Exzellenz fügte hinzu, dass diese Partnerschaft 2018 einen tiefgreifenden Wandel erfuhr, als Seine Hoheit der Emir Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani anordnete, den Organisationen der Vereinten Nationen über einen Zeitraum von zehn Jahren mehrjährige Unterstützung in Höhe von 500 Millionen US-Dollar zukommen zu lassen.
Als praktische Umsetzung dieser Anweisung wurden am Rande des Doha-Forums 2018 in Anwesenheit Seiner Exzellenz des Ministerpräsidenten und Außenministers Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani und des UN-Generalsekretärs António Guterres mehrere Abkommen unterzeichnet. Die Abkommen umfassten unter anderem das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF), das Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) und das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA).
In diesem Zusammenhang bezeichnete der Generalsekretär der Vereinten Nationen diese Abkommen als einen qualitativen Sprung in den Beziehungen der Organisation zum Staat Katar sowie als Grundlage für eine dauerhafte strategische Partnerschaft. Er nannte die Beziehung zwischen beiden Seiten zudem eine vorbildliche Partnerschaft.
Mit der Eröffnung des UN-Hauses in Doha im März 2023 erhielt dieser Prozess eine institutionelle Dimension. Heute beherbergt es vierzehn Büros von UN-Organisationen und -Einrichtungen und macht Doha damit zu einem regionalen Zentrum für Koordination, Dialog, Kapazitätsaufbau und die Bewältigung regionaler bzw. globaler Herausforderungen.
Was die Perspektiven der Partnerschaft mit den Vereinten Nationen betrifft, erklärte Ihre Exzellenz, dass man sich auf eine stärkere Integration der Rollen bewege – von Mediation und Konfliktlösung bis hin zu Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe – sowie auf die Unterstützung der Reform der Organisation durch die UN80-Initiative. Der Staat Katar fungiere dabei als Partner bei der Stärkung der Effektivität der Vereinten Nationen und der Wiederherstellung des öffentlichen Vertrauens in sie.
Bezüglich der Bemühungen des Staates Katar um Mediation, Konfliktlösung und die Wahrung des internationalen Friedens bzw. der Sicherheit erklärte Ihre Exzellenz Scheicha Alya, dass diese Bemühungen positiv aufgenommen wurden. Ihre Exzellenz merkte an, dass die katarische Mediation mittlerweile zum festen Bestandteil des Sprachgebrauchs in den Gremien der Organisation geworden sei.
In diesem Zusammenhang wurden die Bemühungen Katars in zahlreichen Erklärungen und Resolutionen des UN-Sicherheitsrats positiv gewürdigt. In Resolution 2720 (2023) würdigte der Rat die diplomatischen Bestrebungen des Staates Katar zur Erleichterung einer humanitären Waffenruhe im Gazastreifen. In Resolution 2803 (2025) begrüßte er anschließend die konstruktive Rolle des Staates Katar gemeinsam mit den Vereinigten Staaten, der Arabischen Republik Ägypten und der Republik Türkei bei der Vermittlung eines Waffenstillstands.
Ihre Exzellenz betonte, dass der UN-Generalsekretär wiederholt die Rolle des Staates Katar bei der Förderung von Dialog und Deeskalation sowie bei der Bereitstellung humanitärer Hilfe gewürdigt habe. Dabei verwies Ihre Exzellenz auf zahlreiche Erklärungen der Vereinten Nationen, in denen die Vermittlungsbemühungen Katars – gemeinsam mit der Arabischen Republik Ägypten und den Vereinigten Staaten – zur Erzielung eines Waffenstillstands im Gazastreifen sowie die Bemühungen Katars und anderer Staaten um eine Beilegung der aktuellen Krise in der Region begrüßt wurden.
Die Anerkennung der Rolle Katars kam auch in Erklärungen von UN-Mitgliedstaaten und regionalen Gruppierungen, wie etwa der Arabischen Gruppe, bei UN-Foren zum Ausdruck – insbesondere bei Sitzungen des Sicherheitsrats zu Fragen von Frieden und Sicherheit, bei denen Katar eine aktive Rolle spielt, wie etwa im Fall der Palästina-Frage.
IE Scheicha Alya hob hervor, dass die Glaubwürdigkeit der Bemühungen Katars innerhalb des UN-Systems auf Neutralität, der strikten Einhaltung des Völkerrechts, der Achtung der staatlichen Souveränität und der Priorisierung friedlicher Lösungen beruhe. Ihre Exzellenz erläuterte, dass die Ständige Vertretung daran arbeite, diese Rolle hervorzuheben und die gewonnenen Erfahrungen in einen normativen Rahmen zu überführen; dies geschehe durch die Unterstützung präventiver Diplomatie und von Vermittlungsbemühungen, die Finanzierung entsprechender Instrumente sowie die Förderung internationaler Initiativen zum Schutz von Vermittlungsprozessen und Vermittlern.
Im Bereich der Entwicklung erläuterte Ihre Exzellenz Scheicha Alya Ahmed bin Saif Al Thani, Ständige Vertreterin des Staates Katar bei den Vereinten Nationen (UN), dass die Initiativen Katars zugunsten armer, bedürftiger und am wenigsten entwickelter Länder – ebenso wie das Engagement für Menschenrechte, Hilfsmaßnahmen sowie den interreligiösen und interkulturellen Dialog – auf der Überzeugung beruhten, dass Entwicklung in ihren wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Dimensionen eine Grundlage für dauerhaften Frieden und nicht bloß dessen Ergebnis sei; zudem hätten die am wenigsten entwickelten Länder sowie Staaten mit besonderen Rahmenbedingungen ein Recht auf Partnerschaft und Solidarität.
Vor diesem Hintergrund hat sich Doha zu einem Zentrum für bedeutende UN-Konferenzen entwickelt: Im März 2023 fand dort der zweite Teil der Fünften UN-Konferenz über die am wenigsten entwickelten Länder (LDC5) statt, nachdem bereits im März 2022 – wohingegen des ersten Teils der Konferenz – das Doha-Aktionsprogramm (DPoA) für das Jahrzehnt 2022–2031 verabschiedet worden war.
Ihre Exzellenz hob hervor, dass der Staat Katar bei der Umsetzung des Programms eine führende Rolle spielt, indem er die Partnerschaften mit UN-Organisationen und -Sonderorganisationen stärkt sowie mehrjährige Beiträge zu deren Kernmitteln leistet. Dabei verwies Ihre Exzellenz insbesondere auf die Ankündigung Seiner Hoheit des Emirs Scheich Tamim bin Hamad Al Thani auf der Konferenz: SH der Emir hatte einen Finanzbeitrag in Höhe von insgesamt 60 Millionen US-Dollar zur Unterstützung der Programmaktivitäten zugesagt, während sich das Land nun auf die Ausrichtung des hochrangigen Treffens zur Halbzeitüberprüfung des Programms vorbereitet.
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