Das größte Sportfest Asiens beginnt morgen
Nagoya, den 18. September /QNA/ Wenn am morgigen Samstag im Mizuho Park Stadium die Flamme der Asienspiele entzündet wird, beginnt weit mehr als ein gewöhnliches Sportereignis. Die Asienspiele sind für viele Länder des Kontinents das Pendant zu Olympischen Spielen im regionalen Maßstab, ein Treffen unterschiedlicher Kulturen, politischer Systeme und sportlicher Traditionen. In diesem Jahr richtet Japan die Spiele erstmals seit mehr als drei Jahrzehnten wieder aus.
Die 20. Ausgabe der Asienspiele „Aichi-Nagoya 2026“ versammelt rund 11.000 Athletinnen und Athleten aus 45 Ländern und Territorien. Über gut zwei Wochen hinweg werden sie in 43 Sportarten und 71 Disziplinen gegeneinander antreten. Insgesamt stehen 469 Wettbewerbe und 1.407 Medaillenentscheidungen auf dem Programm.
Die Organisatoren wollen bereits die Eröffnungsfeier als Schaufenster der japanischen Kultur gestalten. Traditionelle und moderne Elemente sollen die Geschichte der Gastgeberregion ebenso sichtbar machen wie die kulturelle Vielfalt Asiens insgesamt.
Für Japan besitzt die Veranstaltung eine besondere Bedeutung. Nach Tokio 1958 und Hiroshima 1994 ist es erst das dritte Mal, dass die Asienspiele im Land stattfinden. Gleichzeitig endet damit eine Wartezeit von 32 Jahren seit der letzten Austragung auf japanischem Boden.
Auch Katar blickt mit großen Erwartungen auf die kommenden Wettkämpfe. Die Delegation umfasst 427 Mitglieder, darunter 243 aktive Sportlerinnen und Sportler. Mit einem breiten Aufgebot möchte das Land an seine bisherigen Erfolge anknüpfen und seine Position unter den leistungsstarken Sportnationen Asiens behaupten.
Die katarischen Athleten werden in 26 Sportarten vertreten sein. Das Spektrum reicht von traditionellen Medaillenhoffnungen wie Leichtathletik, Handball und Schießen bis hin zu neueren Disziplinen wie Padel und E-Sport, die zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Für viele Teilnehmer markieren die Spiele zugleich eine wichtige Station auf dem Weg zu künftigen Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Für die Gastgeberregion bedeuten sie dagegen die seltene Gelegenheit, für mehr als zwei Wochen zum sportlichen Mittelpunkt eines ganzen Kontinents zu werden.
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