Gemeinsame Erklärung zur dritten IMM-Sitzung für die Umsetzung der Zusammenarbeit zwischen Katar und Singapur in Doha
Doha, den 17. September /QNA/ Der Mechanismus zur Überwachung der Umsetzung (IMM) des Gemeinsamen Hochrangigen Ausschusses (HLJC) zwischen Katar und Singapur hielt am 16. September 2026 in Doha, Katar, seine dritte Sitzung ab.
Den Vorsitz der Sitzung führten gemeinsam Seine Exzellenz Sultan Bin Saad Al Muraikhi, Staatsminister für auswärtige Angelegenheiten des Staates Katar, und Seine Exzellenz Dr. Vivian Balakrishnan, Außenminister der Republik Singapur, unter Teilnahme von Seiner Exzellenz Zhulkarnain Abdul Rahim, Staatsminister im Außen- und im Innenministerium der Republik Singapur.
Die Ko-Vorsitzenden bekräftigten beim Treffen die herzlichen und langjährigen Beziehungen sowie die wachsende Zusammenarbeit zwischen dem Staat Katar und der Republik Singapur. Sie begrüßten den Austausch hochrangiger Besuche, darunter den Staatsbesuch Ihrer Exzellenz Halimah Yacob, der damaligen Präsidentin der Republik Singapur, in Katar im Juni 2023 sowie den Besuch Seiner Exzellenz Scheich Mohammed Bin Abdulrahman Al Thani, Ministerpräsidenten und Außenminister des Staates Katar, in Singapur im August 2023. In jüngster Zeit absolvierten Seine Exzellenz K. Shanmugam, Senior-Minister, Koordinierender Minister für nationale Sicherheit und Innenminister der Republik Singapur, sowie Seine Exzellenz Dr. Vivian Balakrishnan, Außenminister der Republik Singapur, im Februar beziehungsweise Mai 2026 Arbeitsbesuche in Katar. Auch Seine Exzellenz Scheich Saoud Bin Abdulrahman Al Thani, Vize-Ministerpräsident und Staatsminister für Verteidigung des Staates Katar, sowie Seine Exzellenz Dr. Ali bin Samikh Al Marri, Arbeitsminister des Staates Katar, statteten Singapur im Mai beziehungsweise im Juli 2026 Besuche ab.
Die singapurische Seite bekundete erneut ihr Beileid zum Ableben Seiner Hoheit, des verstorbenen Vateremirs, Scheich Hamad bin Khalifa Al Thani, und würdigte dessen herausragende Verdienste um die bilateralen Beziehungen, insbesondere die Gründung des Gemeinsamen Hochrangigen Ausschusses (HLJC) im Jahr 2006.
Die Ko-Vorsitzenden bekräftigten die Bedeutung des HLJC als zentrale Plattform für die strategische Ausrichtung der bilateralen Beziehungen und unterstrichen zugleich den Wert des IMM für die regelmäßige Nachverfolgung sowie für die Umsetzung wichtiger Entscheidungen und Vereinbarungen in konkrete Ergebnisse.
Beide Seiten erörterten die Zusammenarbeit in den sechs unter dem IMM eingerichteten technischen Arbeitsausschüssen (TWCs) in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie, Sicherheit, Wirtschaft, Recht, Nachhaltigkeit und soziale Entwicklung.
Sie waren sich einig, wie wichtig es ist, die Zusammenarbeit zwischen Singapur und dem Kooperationsrat der Arabischen Staaten am Golf (GCC) zu vertiefen, unter anderem durch eine Aufwertung des bestehenden Freihandelsabkommens (FTA) zwischen dem GCC und Singapur.
Sie begrüßten die Aufnahme Katars als sektoraler Dialogpartner der ASEAN im Juli 2026 und sahen dem bevorstehenden Treffen der Außenminister von ASEAN und GCC entgegen, das im September 2026 am Rande der hochrangigen Woche der 81. Tagung der UN-Generalversammlung in New York stattfinden und unter dem gemeinsamen Vorsitz von Singapur (als ASEAN-Koordinator für die Beziehungen zwischen ASEAN und GCC) sowie Bahrain (als GCC-Vorsitz) stehen.
Beide Seiten begrüßten die Aussicht auf einen Ausbau der Handels- und Investitionsströme zwischen der ASEAN und dem GCC, unter anderem durch die laufenden Gespräche über ein Freihandelsabkommen zwischen ASEAN und GCC, wie es in der auf dem zweiten ASEAN-GCC-Gipfel im Mai 2025 verabschiedeten Gemeinsamen Erklärung zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen ASEAN und GCC gefordert wurde. Zudem freuten sich beide Seiten darauf, die Zusammenarbeit zwischen ihren jeweiligen Regionen auf dem dritten ASEAN-GCC-Gipfel während des ASEAN-Vorsitzes Singapurs im Jahr 2027 zu vertiefen.
Die beiden Seiten äußerten große Besorgnis über die Lage im Nahen Osten, insbesondere über die erneuten Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran. Sie unterstrichen die Bedeutung von Dialog und Diplomatie für eine friedliche und dauerhafte Beilegung des Konflikts und würdigten die anhaltenden diplomatischen Bemühungen Katars, Dialog und Deeskalation in der Region zu fördern.
Zudem äußerten sie Besorgnis über die anhaltenden Bedrohungen der maritimen Sicherheit und der internationalen Schifffahrt in der Region, einschließlich der Angriffe der Huthi-Gruppe auf Schiffe im Roten Meer, durch die der Handel beeinträchtigt sowie die Sicherheit und Freiheit der Schifffahrt gefährdet wurden.
Sie kamen überein, dass die Rechte und Freiheiten der Schifffahrt im Einklang mit dem Völkerrecht – wie es im Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen von 1982 (UNCLOS) verankert ist – geachtet und gewahrt werden müssen und dass die Sicherheit von Seeleuten und Schiffen gemäß dem Internationalen Übereinkommen zum Schutz des menschlichen Lebens auf See (SOLAS) gewährleistet sein muss.
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