Forscher haben einen neuronalen Mechanismus identifiziert, der für das schnelle Abrufen von Angstgedächtnissen verantwortlich ist
Washington, den 14. September /QNA/ Eine aktuelle wissenschaftliche Studie hat gezeigt, dass eine bestimmte Region des Hippocampus eine Rolle beim schnellen Abruf von Angstgedächtnissen spielt, indem sie die Darstellung von Erinnerungen, die mit bedrohlichen und neutralen Kontexten verbunden sind, verändert.
Die Fachzeitschrift *Nature Neuroscience* berichtete heute, dass die Studie – an der Forscher der Universitäten McGill, Toronto und Alberta in Kanada sowie der Columbia University in den Vereinigten Staaten beteiligt waren – ergab, dass sich die neuronalen Repräsentationen von bedrohungsbezogenen und neutralen Kontexten im ventralen Hippocampus nach dem Erlernen von Angst ähnlicher werden, während sie im dorsalen Hippocampus deutlicher voneinander getrennt bleiben.
Die Studie deutete darauf hin, dass diese erhöhte Ähnlichkeit zwischen den neuronalen Repräsentationen bedrohlicher und neutraler Kontexte es dem Gehirn ermöglichen könnte, schnell zwischen den mit jedem Kontext verbundenen neuronalen Zuständen zu wechseln und dadurch den Abruf bedrohungsbezogener Erinnerungen zu beschleunigen.
Die Forscher beobachteten, dass diese Muster der Ähnlichkeit und des schnellen Abrufs nach dem Erlöschen der Angstreaktion nachließen, was ihren Zusammenhang mit Gedächtnismechanismen untermauerte, die spezifisch für bedrohliche Kontexte sind.
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