Kairo: Teilnahme Katars an der 52. Tagung der Arabischen Arbeitskonferenz
Kairo, den 13. September /QNA/ Der Staat Katar, vertreten durch den Arbeitsminister SE Dr. Ali bin Samikh Al Marri, nahm an der Eröffnung der 52. Tagung der Arabischen Arbeitskonferenz in der ägyptischen Hauptstadt Kairo teil. Ihre Exzellenzen, die Leiter und Mitglieder der Delegationen der drei Produktionsparteien aus 21 arabischen Ländern sowie Vertreter der einschlägigen arabischen und internationalen Organisationen waren ebenfalls anwesend.
Der Konferenz werden der Bericht des Generaldirektors des Arabischen Arbeitsamtes über die Aktivitäten und Errungenschaften der Arabischen Arbeitsorganisation im Jahr 2025 sowie eine Reihe von Berichten und Unterlagen vorgelegt, die an die aktuelle Tagung überwiesen wurden. Dazu gehören unter anderem die Ergebnisse der 45. Sitzung des Ausschusses für Gewerkschaftsfreiheiten, die im April 2026 in Kairo stattfand, sowie die Ergebnisse der 24. Sitzung des Ausschusses für die Arbeitsangelegenheiten der arabischen Frau, die im vergangenen Dezember in Kuwait abgehalten wurde.
Seine Exzellenz Dr. Ali bin Samikh Al Marri, Minister für Arbeit, betonte während der Plenarsitzung der Konferenz, dass die Arabische Arbeitskonferenz zu einem Zeitpunkt stattfindet, der von äußerst sensiblen und komplexen regionalen Entwicklungen geprägt ist. Die Region sehe sich Spannungen und Konflikten gegenüber, die die Sicherheit und Stabilität ihrer Staaten beeinträchtigen und zugleich Auswirkungen auf die Entwicklungsprozesse, die Wirtschaft sowie die Arbeitsmärkte haben.
Darüber hinaus erläuterte er, dass die aktuellen Entwicklungen deutlich gezeigt hätten, dass die Auswirkungen von Krisen nicht auf die unmittelbar betroffenen Staaten beschränkt bleiben. Vielmehr erstrecken sie sich auf die gesamte Region, da sie sich auf den Handel und den Transport, die Lieferketten, die Energiemärkte sowie auf Produktions- und Investitionskosten auswirken. Dies beeinträchtige wiederum die Fähigkeit der Volkswirtschaften und Arbeitsmärkte, das Beschäftigungsniveau aufrechtzuerhalten und neue sowie nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen.
Weiter führte Seine Exzellenz aus, dass der Staat Katar bekräftige, dass die Sicherheit und Stabilität der Region eine wesentliche Grundlage für nachhaltige Entwicklung und stabile Arbeitsmärkte darstellten. Er betonte, dass Deeskalation sowie die Bevorzugung von Dialog, Diplomatie und friedlichen Lösungen eine Notwendigkeit seien, um die Völker der Region zu schützen und ihre entwicklungspolitischen Errungenschaften zu bewahren.
Er wies darauf hin, dass auch der Bericht des Generaldirektors des Arabischen Arbeitsamtes auf die Herausforderungen hinweise, mit denen die arabischen Staaten infolge von Konflikten und Instabilität konfrontiert seien, sowie auf die Notwendigkeit widerstandsfähigerer Entwicklungsmodelle, die besser auf Veränderungen reagieren können.
Darüber hinaus erläuterte er, dass der Staat Katar den Menschen zum zentralen Schwerpunkt seiner Entwicklungspolitik gemacht habe. Dies komme in der Nationalen Vision Katars 2030 zum Ausdruck, die auf die Verwirklichung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen menschlicher, sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Entwicklung abzielt sowie den Aufbau einer diversifizierten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft fördert, die auf Wissen und Investitionen in das Humankapital gestützt ist.
Seine Exzellenz, der Minister für Arbeit, betonte, dass die tiefgreifenden Veränderungen in der Arbeitswelt, insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz, der digitalen Transformation und der grünen Wirtschaft, verstärkte Investitionen in Kompetenzen und Umschulungsmaßnahmen erforderlich machten. Zudem sei es notwendig, Bildung und Ausbildung stärker an die Anforderungen der Arbeitsmärkte anzupassen sowie die Zukunft der Arbeit vorausschauend zu planen. Dadurch könnten Volkswirtschaften und Arbeitnehmer die Chancen technologischer Entwicklungen besser nutzen und zugleich deren Auswirkungen auf die am stärksten betroffenen Bevölkerungsgruppen begrenzen.
In diesem Zusammenhang betonte er, dass der Staat Katar davon überzeugt sei, dass der soziale Dialog und die Partnerschaft zwischen Regierungen, Arbeitgebern und Arbeitnehmern eine grundlegende Säule für die Gestaltung ausgewogener und umsetzbarer Politiken darstellen. Diese müssten die Erfordernisse von Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität mit sozialer Gerechtigkeit sowie dem Schutz der Rechte der Arbeitnehmer in Einklang bringen.
Darüber hinaus wies Seine Exzellenz darauf hin, dass die zentrale Botschaft, die von der Konferenz ausgehen solle, darin bestehe, dass nachhaltige Entwicklung eine produktive Wirtschaft, einen flexiblen Arbeitsmarkt, soziale Gerechtigkeit sowie Institutionen erfordere, die in der Lage sind, auf Veränderungen und Krisen zu reagieren. Dabei müsse der Mensch stets im Mittelpunkt des Entwicklungsprozesses stehen.
Darüber hinaus brachte Seine Exzellenz die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Arbeit dieser Tagung zur Stärkung der arabischen Zusammenarbeit beitragen und ihre Visionen sowie Empfehlungen in konkrete Initiativen überführen werde. Diese sollen die Stabilität der Arbeitsmärkte fördern, menschenwürdige Arbeitsplätze schaffen und zugleich den Menschen weiterhin in den Mittelpunkt des Entwicklungsprozesses stellen.
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