Ifo-Institut: Inflationsrate in Deutschland dürfte 2027 auf 3% steigen
Berlin, den 01. September /QNA/ Das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung erwartet, dass der Preisdruck in Deutschland in den kommenden Monaten vorübergehend nachlassen wird, schließt jedoch eine nachhaltige Entspannung der Inflationsrate aus.
Wie das Institut weiter erklärte, ging der Indikator für die Preiserwartungen im August leicht auf 21,2 Punkte zurück, nach 21,6 Punkten im Juli. Ausschlaggebend dafür war die sinkende Zahl von Unternehmen, die Preiserhöhungen planen, insbesondere in den Bereichen Industrie und Handel.
Darüber hinaus wies das Ifo-Institut darauf hin, dass dies auf einen lediglich begrenzten Rückgang des Preisdrucks in den kommenden drei Monaten hindeute. Die Inflation dürfte jedoch voraussichtlich auf einem erhöhten Niveau verharren. Für das laufende Jahr rechnet das Institut mit einer Inflationsrate von 2,8 Prozent, bevor sie im Jahr 2027 auf 3 Prozent ansteigen dürfte.
Sagte Tivaine Vibault, Forscherin am Ifo-Institut, dass die seit Anfang August gestiegenen Energiepreise, insbesondere für Erdgas und Strom, mittelfristig zu höheren Preisen für Waren und Dienstleistungen führen könnten. Unternehmen würden die gestiegenen Kosten voraussichtlich schrittweise an die Verbraucher weitergeben.
Die Heiz- und Kraftstoffpreise hatten die Inflationsrate in Deutschland im vergangenen August auf 2,9 Prozent steigen lassen. Dies geht aus den gestern veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. Damit wurde der stärkste Anstieg der Verbraucherpreise seit Ende des Jahres 2023 verzeichnet.
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