Deutschland beabsichtigt, die Forschung zur Sicherheit von Drohnen nach dem Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle auszuweiten
Berlin, den 09. August /QNA/ Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt hat heute angekündigt, dass Deutschland seine Forschung im Bereich der Sicherheit von Drohnen ausweiten will, nachdem vergangene Woche am Flughafen Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden war.
Wie Innenminister Alexander Dobrindt in einer Presseerklärung erläuterte, soll am 18. August dieses Jahres eine neue Forschungseinrichtung für die Sicherheit von Drohnen auf einem Testflugplatz des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Bundesland Sachsen-Anhalt im Osten Deutschlands eingerichtet werden.
Darüber hinaus erklärte der Innenminister: „Das Wettrüsten im Bereich der Drohnentechnologie erfordert spezialisierte Forschungseinrichtungen, um mit den aktuellen Entwicklungen Schritt zu halten.“ Er fügte hinzu, dass das Zentrum Technologien zum Schutz vor Drohnen entwickeln und erproben sowie Forschende, technologische Innovationen und die Anforderungen der Sicherheitsbehörden zusammenführen werde.
In der Nacht zum vergangenen Dienstag entdeckten die deutschen Behörden am Flughafen Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff und einem Zünder ausgestattete Drohne in der Nähe eines ukrainischen Transportflugzeugs. Die Drohne wurde von einem Mitarbeiter zu Boden gebracht.
Dobrindt bezeichnete den Vorfall als einen möglichen „hybriden Angriff“ durch ausländische Kräfte. Er betonte, Deutschland befinde sich zwar nicht im Krieg, sei jedoch täglich Ziel hybrider Kriegsführung, darunter Spionage, Sabotage, Cyberangriffe sowie verdeckte Operationen, die darauf abzielten, das Land zu destabilisieren oder unmittelbaren Schaden zu verursachen.
Diese Entwicklungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Sicherheitsbedenken in mehreren europäischen Ländern hinsichtlich des Einsatzes von Drohnen. Anlass dafür sind die zunehmenden Vorfälle, bei denen Drohnen in der Nähe von Flughäfen, kritischen Infrastrukturen und militärischen Einrichtungen gesichtet werden, sowie ihre fortschreitende Nutzung im russisch-ukrainischen Krieg zu militärischen, aufklärerischen und offensiven Zwecken.
Diese Sicherheitsbedenken haben mehrere europäische Staaten, darunter Deutschland, dazu veranlasst, ihre Fähigkeiten zur Erkennung und Abwehr von Drohnen zu verstärken sowie kritische Infrastrukturen und militärische Einrichtungen besser zu schützen. Dies geschieht im Rahmen umfassenderer Bemühungen zur Abwehr hybrider Bedrohungen, darunter Spionage, Sabotage und Cyberangriffe.
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