Katar und Saudi-Arabien: Bilaterale Zusammenarbeit auf den Gebieten der nuklearen Sicherheit und des Strahlenschutzes
Doha, den 06. August /QNA/ Der Staat Katar und das Königreich Saudi-Arabien unterzeichneten heute eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit in den Bereichen nukleare Sicherheit und Strahlenschutz. Dies unterstreicht die bilateralen Beziehungen beider Länder sowie ihr Engagement für eine verstärkte Kooperation bzw. den Austausch von Fachwissen in diesem Bereich.
Die Absichtserklärung wurde im Namen Katars von Seiner Exzellenz Ingenieur Abdulaziz bin Ahmad bin Abdullah Al Mahmoud, Unterstaatssekretär des Umweltministeriums, und im Namen Saudi-Arabiens von Dr. Khalid bin Abdulaziz Al Issa, Exekutivdirektor der nuklearen und radiologischen Regulierungsbehörde, unterzeichnet.
Im Anschluss an die Unterzeichnungszeremonie traf Seine Exzellenz Dr. Abdullah bin Abdulaziz bin Turki Al Subaie, Minister für Umwelt und Klimawandel, mit Dr. Khalid bin Abdulaziz Al Issa und seiner Delegation zusammen. Das Treffen bot Gelegenheit, Aspekte der bilateralen Zusammenarbeit in den Bereichen nukleare Sicherheit und Strahlenschutz sowie Möglichkeiten zur Stärkung der technischen Kooperation, ebenso wie des Austauschs von Fachwissen in diesen Bereichen von gemeinsamem Interesse zu erörtern.
Die zwischen dem Ministerium für Umwelt und Klimawandel und der Atom- und Strahlenschutzbehörde des Königreichs Saudi-Arabien geschlossene Absichtserklärung dient dazu, die bilaterale Zusammenarbeit in den Bereichen nukleare Sicherheit und Strahlenschutz im Einklang mit den in beiden Ländern geltenden Gesetzen sowie Vorschriften zu organisieren und auszubauen.
Seine Exzellenz, Ingenieur Abdulaziz bin Ahmad bin Abdullah Al Mahmoud, bekräftigte, dass diese Absichtserklärung einen bedeutenden Meilenstein in der Zusammenarbeit zwischen Katar und Saudi-Arabien darstellt sowie die Tiefe der brüderlichen Beziehungen und die starken historischen Verbindungen zwischen den beiden Ländern widerspiegelt. SE bekräftigte das Engagement beider Parteien, ihre technische und wissenschaftliche Zusammenarbeit auszubauen, die gemeinsame Expertise in nuklearer Sicherheit und Strahlenschutz zu nutzen- gemeinsame Programme und Projekte umzusetzen, die den Interessen beider Länder dienen bzw. die bilaterale Partnerschaft stärken.
SE fügte hinzu, dass diese Absichtserklärung dazu beitragen wird, den Austausch von Informationen, Forschungsergebnissen und Studien zu optimieren, die Kompetenzen von Fachkräften weiterzuentwickeln bzw. die Koordination in den Bereichen radiologische Überwachung, Laboranalysen sowie Vorsorge für und Reaktion auf nukleare Notfälle zu unterstützen. Dies wird nicht nur den Schutz der menschlichen Gesundheit, sondern auch der Umwelt stärken sowie die sichere Nutzung nuklearer Technologien für friedliche Zwecke gewährleisten. Er äußerte die Hoffnung, dass diese Absichtserklärung neue Wege der Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Institutionen beider Länder eröffnen, sowie zur Festigung und Weiterentwicklung der katarisch-saudischen Partnerschaft in den Umwelt- und Technikbereichen beitragen werde.
Zu den Kooperationsbereichen gehören nukleare Sicherheit, Strahlenschutz, Methoden zur Kontrolle kerntechnischer Anlagen und radiologischer Verfahren sowie die Vorbereitung auf und Reaktion auf grenzüberschreitende nukleare bzw. radiologische Notfälle, einschließlich möglicher Unterstützung im Falle eines Zwischenfalls. Weiterhin umfasst die Zusammenarbeit die Bereiche radiologische Labore und Analysen, den sicheren Transport radioaktiver Quellen, den Austausch von Informationen, wissenschaftlicher Forschung, Studien, Fachwissen und Dokumenten sowie die Organisation von Konferenzen, Seminaren bzw. Workshops.
Das Abkommen sieht ferner den Austausch von Fachkräften durch wissenschaftliche und technische Besuche bzw. Ausbildungsprogramme, die Bereitstellung technischer Unterstützung, die Einrichtung gemeinsamer Arbeitsgruppen zur Durchführung vereinbarter Studien und Projekte sowie die Bildung eines gemeinsamen Ausschusses zur Entwicklung und Überwachung von Kooperationsprogrammen vor.
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