Gaza-Medienbüro wirft Israel Tausende Verstöße gegen Waffenruhe vor
Gaza, den 04. August / QNA / Seit dem Inkrafttreten der Waffenruhe soll Israel nach Angaben des staatlichen Medienbüros im Gazastreifen mehr als 4000 Verstöße begangen haben. Erfasst worden seien Boden-, Luft- und Seeangriffe sowie Attacken auf Wohngebiete und Unterkünfte für Vertriebene.
Ismail Al Thawabta, Generaldirektor des Medienbüros, bezifferte die Zahl der dabei umgebrachten Palästinenser auf mehr als 1252. Weitere 4120 Menschen seien verletzt worden. Bei den Opfern handele es sich nach seiner Darstellung mehrheitlich um Kinder, Frauen und andere Zivilisten. Eine unabhängige Bestätigung der Zahlen liegt bislang nicht vor.
Jeder weitere Verletzte trifft in Gaza auf ein Gesundheitssystem, das infolge des Krieges bereits stark geschwächt ist. Kliniken leiden unter zerstörter Infrastruktur, fehlenden Materialien und einer hohen Zahl behandlungsbedürftiger Menschen. Al Thawabta warnte deshalb vor einer zusätzlichen Überforderung der medizinischen Versorgung.
Die Vorfälle würden seit Beginn der Waffenruhe von staatlichen und örtlichen Stellen dokumentiert. Für Al Thawabta belegen die Zahlen ein systematisches Vorgehen, das nicht nur die Vereinbarung selbst, sondern auch die Aussicht auf eine politische Stabilisierung gefährde.
Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, sich nicht auf Erklärungen der Besorgnis und verbale Verurteilungen zu beschränken. Notwendig seien konkrete Maßnahmen, um weitere Angriffe zu verhindern und mögliche Verantwortliche vor internationalen Gerichten zur Rechenschaft zu ziehen.
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